Appreciative Inquiry

Sich an Lösungen orientieren

"Wissen Sie nicht, daß die Welt voller Probleme ist?" fragte der negativ Denkende. "Aber die Welt ist auch voller Lösungen von Problemen", erwiderte der positiv Denkende.
Norman Vincent Peale (1898 - 1993),
US-amerikanischer Pfarrer und Publizist

Es gibt viele Ansätze, wie Probleme im Unternehmen gelöst werden können, wie man ein Umfeld schaffen kann, in dem sich Mitarbeiter wohl fühlen und Energien zielgerichtet eingesetzt werden können.

Doch warum sich vom Problem steuern lassen? Ein anderer Ansatz wäre doch, das Unternehmen wieder wertzuschätzen und sich auf frühere Erfolge zu besinnen, denn ganz nach der konstruktivistische Hauptthese: je positiver eine Frage gestellt wird, desto erfolgreicher und nachhaltiger wird die darauf folgende Veränderung sein: Appreciative Inquiry – Think positive.

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Appreciative Inquiry (AI), der amerikanische Ansatz mit der Intention "Think positive" wurde von David Coperrider und Suresh Srivastva von der Case Western Reserve University, Texas in den 80er Jahren entwickelt.
Umschrieben heißt der Begriff Appreciative Inquiry (AI), so viel wie wertschätzende Erkundung / Entwicklung oder wertschätzende Unternehmensentwicklung.

Der Glaubenssatz, der hinter AI steht, ist, dass in der Vergangenheit jeder Gruppe oder jedes Teams, Organisation oder Unternehmens etwas Gutes bzw. Erfolgreiches war. Man muss dies nur wieder entdecken.
Der Ansatz des AI arbeitet wie herkömmliche Problemlösungsansätze, jedoch ist nicht das Problem Bearbeitungsgegenstand, sondern AI geht von den vorhandenen Ressourcen aus, um erfolgreich zu sein.
Diese Fragemethode, bei der nach positiven Erfahrungen geforscht wird und so positive Erfahrungen als Potenzial für die Zukunft nutzt, scheint für die Unternehmen und Organisationen eine ungewohnte Sichtweise und Herangehensweise innerhalb der Organisationsentwicklung.

Appreciative Inquiry ist die konsequenteste Abkehr vom defizitorientierten Vorgehen (Was ist das Problem? Was läuft schief? Wer ist schuld) hin zur Ressourcen- und Lösungsorientierung in der systematischen Organisationsentwicklung. (Was läuft gut? Weshalb? Wie können wir das noch weiter entwickeln bzw. auf andere Bereiche übertragen?)
Führungskräfte thematisieren dabei nicht Probleme, sondern die positiven Erfahrungen, Erfolgserlebnisse und Ressourcen. Während die Auseinandersetzung mit vergangenen Misserfolgen und Niederlagen demotiviert, setzen erzielte Erfolge positive Erlebnisse und das Bewusstsein der Ressourcen und Möglichkeiten ungeahnte Energien frei.

Appreciative Inquiry ist sowohl eine Philosophie als auch eine Methode, zum Beispiel für Coaching mit Einzelpersonen, Workshops mit mehreren Teilnehmern oder gar Großverantstaltungen in Unternehmen, Organisationen und kommunalen Einrichtungen.

Prinzipien von Appreciative Inquiry

AI beginnt und endet damit, wertzuschätzen was Organisationen lebendig macht. Anhand der 4 Phasen werden Gespräche oder auch der Weg zur wertschätzenden Unternehmung strukturiert und vor allem positive Energien freigesetzt, dadurch,

  • dass der Blick geschärft wird für das, was im Unternehmen funktioniert oder funktioniert hat ("in every society, organization or group, something works"),
  • dass der Fokus auf das gerichtet wird, was die die neue Realität prägen soll und
  • dass Fragenstellung bereits eine Auswirkung auf die Lösung haben bzw. den Weg in die Zukunft beeinflussen ("the act of asking questions of an organization or group influences the group in some way") und
  • Führungskräfte sowie Mitarbeiter das Unbekannte eher eingehen, wenn etwas Vertrautes / Gutes aus der Vergangenheit mitgenommen werden kann ("people have more confidence and comfort to journey to the future when they carry forward parts of the past")

AI-Befragung zu formulieren, richtet sich nach deren theoretischen und philosophischen Grundannahmen. Im "Thin Book of Appreciative Inquiry" (www.thinbook.com) sind sie aufgelistet.

Die 4 Module (4D-Erkundungszyklus)

AI bietet 4 Module an (4D-Zyklus), mit denen der Weg zur wertschätzenden Unternehmung gefunden werden kann. Als Instrument der Teamentwicklung oder Orientierungsmodell für Entscheidungen ist der Ansatz des AI anwendbar. Nicht nur Themen wie Entwickeln einer neuen Vision, eine strategische Neuausrichtung, Qualitätssicherung können bearbeitet werden.
Wichtig dabei ist nur, dass der positive Ansatz in allen vier Schritten eingehalten wird.

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Disvovery - Erfolg entdecken und verstehen

"What gives live?": Das Gute oder der Erfolg, das in der Vergangenheit liegt, kann durch Sammeln von Anekdoten oder Erfolgsgeschichten, durch Interviews anhand eines Interviewleitfadens wieder entdeckt, verstanden und wertgeschätzt werden.

Dream - Entwickeln der Zukunft

"What might be?": Vorstellen, was sein könnte, Visionen entwickeln über das, was (wieder) sein kann. Was funktioniert in unserer Organisation, an unserem Management, Produkten und Plänen? Was wäre möglich, wenn…?

Design - Gestalten der Zukunft

"What should be the ideal?": Diskutieren und sprechen über das, was sein sollte. Die zuvor entwickelten Visionen konkreter ausgestalten und in kleinen Schritten schon auf die Unternehmenssituation zuordnen.

Destiny - Zukunftsbild umsetzen und verwirklichen

"How to empower, learn, adjust and improvise?”: Vornehmen und fest planen, was sein wird, wenn man die Dinge wirklich zum Besseren plant. Wer macht was bis wann (im Sinne von klassischer Umsetzung bzw. Projektmanagement)? Was kann man dafür tun, um den Zukunftstraum zu verwirklichen?

Links und Literatur


Weitere Informationen
Die konstruktivistische Hauptthese: je positiver eine Frage gestellt wird, desto erfolgreicher und nachhaltiger wird die darauf folgende Veränderung sein. Im "Original" über AI und mehr zur Methode: Appreciative Inquiry and the Quest.
AI-Befragung zu formulieren, richtet sich nach deren theoretischen und philosophischen Grundannahmen. Im "Thin Book of Appreciative Inquiry" (www.thinkbook.com) sind sie aufgelistet.

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