B2E - Business to Employee Management

Employee Relationship Management

"B2E - a way of life rather than a technology project"
Ray Leighton, E-Human Resource Executive, IBM
Das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wandelt sich grundlegend. Das Unternehmen der Zukunft wird seine Mitarbeiter als Stakeholder ernst nehmen und ihren Bedürfnissen und Erwartungen nach Wissen, Informationen, Produkten und Leistungen zeitgemäß, d.h. E-Business-gemäß, begegnen. Das neue Buzzwort hierfür lautet Business-to-employee (B2E). Viele Unternehmen erhoffen sich dadurch Einsparungen und Umsatzsteigerungen.

So plant Ford durch die Installation eines umfassenden Intranets für die weltweit 150.000 Mitarbeiter Einsparungen von über 100 Millionen Mark. Marchfirst baut deswegen für den Autohersteller das Business-to-employee-Portal völlig neu auf. Während manches Unternehmen gerade ungeahnte Potenziale im eigenen Haus entdeckt, haben andere diese seit vielen Jahren bereits systematisch genutzt und schöpfen jetzt nur noch die Effekte des Umstiegs auf umfassende B2E-Plattformen aus.

Laut einer Studie von IDC werden Unternehmen bis 2003 durch B2E weltweit insgesamt Einsparungen in Höhe von 103 Milliarden US$ realisieren. Bisher jedoch hat in Deutschland nur ein Drittel der Firmen ihre Mitarbeiter als Zielgruppe für Internetanwendungen im Blick, wie eine Studie der CMG aufzeigt.

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Bei B2E handelt es sich um die gesamten webbasierten Geschäftsbeziehungen und Kommunikationsprozesse eines Unternehmens mit seinen Angestellten über ein firmeneigenes Intranet oder Intranet-Portal (Enterprise-Portal).

Dazu gehört es, die Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen - beispielsweise als Wissensträger, Leistungserbringer, Empfänger von Informationen, wichtigste Ressource, Selbstorganisatoren und Kunden - gezielt anzusprechen, um strategische Mehrwerte zu realisieren und eine leistungsfähige "Feel-Good-Company" zu schaffen.

Deutlich wird daran, dass B2E sich nicht darin erschöpft, einen digitalen Vertriebskanal zu den eigenen Mitarbeitern aufzubauen, auch wenn darin ein großes Potenzial liegt. B2E kann ebenso heißen, einen internen Arbeitsmarkt einzurichten, E-Learning zu betreiben oder viele Serviceleistungen wie Unified Messaging, (mobile) Kommunikation mit Außendienst-Mitarbeitern, Zeitmanagement, Routenplanung oder das Buchen von Flügen und Unterkünften über Intranet abzuwickeln.

In dieser Hinsicht erweist sich B2E als neues Herzstück eines Unternehmens, das entscheidend die Unternehmenskultur prägt. Denn es bildet das Zentrum eines Employee Relationship Management - kurz: ERM - als Schnittstelle vieler Supportleistungen und interner Service- und Funktionseinheiten wie Human Resource Management oder Wissensmanagement.

Vorteile durch B2E

Dass sich Investitionen in eine funktionierende, individuell auf das Unternehmen und seine Strategie zugeschnittene B2E-Infrastruktur auszahlen können, machen folgende Vorteile deutlich:

  • Das Sparpotenzial ist bei Transaktionskosten, die nicht in der Produktion, sondern in der Verwaltung anfallen (und etwa die Hälfte aller Kosten in Unternehmen ausmachen) am höchsten: Zwischen 5 und 20% der Gesamtkosten eines Unternehmens könnten auf diese Weise wegfallen.
  • Bei vielen Unternehmen erweist es sich als gravierender Nachteil, dass über Jahrzehnte aufgebautes Wissen wichtiger Mitarbeiter gewissermaßen verloren geht, wenn die betreffenden Personen aus der Organisation ausscheiden. Ein effektives Wissensmanagement schafft die Voraussetzungen für eine systematische Aufbereitung dieses Wissens, damit es auch anderen Angehörigen des Unternehmens zur Verfügung steht.

    Ein an der Strategie des Unternehmens ausgerichtetes Intranet bildet die geeignete Plattform, um wertvolles Wissen systematisch zu mobilisieren. Dafür muss ein Mitarbeiter jedoch auf das "intellektuelle Inventar" eines Unternehmens von jedem Ort aus einfach, schnell und gezielt zugreifen können. Besonders Knowledge-Sharing in Echtzeit führt zu höherer Mitarbeiter-Effizienz.
  • Entsprechend den Aufgabenbereichen der Mitarbeiter bilden sich durch unternehmensweite Chat- und Diskussionsforen Communities, die für einen raschen Informationsfluss sorgen. Dies führt zu einer verbesserten Mitarbeitermotivation
  • Durch die gemeinsame Nutzung eines elektronischen Marktplatzes (sozusagen B2B innerhalb eines Konzerns) durch alle Niederlassungen und Tochterfirmen eines Unternehmens, beispielsweise zur Beschaffung, können Synergieeffekte genutzt und Kosten eingespart werden. (vgl. auch Shared Services)
  • Für die Mitarbeiter lassen sich mit B2E Employee-Self Service Lösungen, wie zum Beispiel eine Online-Reisekostenabrechnung, mit der gleichzeitigen Bereitstellung von neuesten Unternehmensinformationen verbinden.
  • Das Anbieten der eigenen Produkte und Dienstleistungen an die Mitarbeiter bildet eine lohnende Möglichkeit der Umsatzsteigerung. Auch der interne Markt sollte nach den Gesetzen des E-Business bedient werden.

Beispiel DaimlerChrysler

"Die DCXNET-Initiative ermöglicht die beschleunigte Nutzung von Web-Technologien. Davon werden zukünftig alle Mitarbeiter profitieren."
DaimlerChrysler-Personalvorstand Günther Fleig

Gerade im Erschließen des internen Marktes hat DaimlerChrysler wieder einmal die Rolle des Vorreiters übernommen. Das Geschäft mit den Firmenangehörigen wird als eigener Markt betrachtet und nimmt dabei - nach Deutschland und Nordamerika - weltweit den dritten Platz ein.

Über das Intranet können die Mitarbeiter Ihr Wunschfahrzeug individuell zusammenstellen und im Anschluss direkt die Bestellung aufgeben. Zusätzlich bietet es auch die Möglichkeit, Belegschaftsaktien zu zeichnen, Reisen zu buchen und abzurechnen oder Catering-Dienste zu nutzen. Inzwischen verfügt das DaimlerChrysler Intranet über einen Datenpool von mehr als einer Million Seiten.

DCXNET, die 2. Generation des Intranets als umfassende B2E-Plattform, ist bereits im Aufbau. Dort werden Mitarbeiter dann ein ganzes Spektrum an Leistungen und Informationen zentral abrufen können. Das ist ein weiterer Schritt, die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter zu steigern und für das eigene Geschäft zu nutzen - Employee Relationship Management at its best.

Links und Literatur

Der Web-Dienstleister Marchfirst hat ein neues Geschäftsfeld ausgemacht: B2E-Portale für Mitarbeiter, Artikel des manager-magazins:
http://www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,118548,00.html
www.idc.com/ebusinesstrends/ebt20010111home.stm

Artikel des ECIN zu B2E mit Bezug zu IDC-Studie:
http://www.ecin.de/spotlight/2000/03/15/00365/

Abgrenzung B2B, B2C, B2E: .
http://www.e-commerce-competence-center.de/ecommerceshop.nsf

DaimlerChrysler verstärkt seine Business-To-Employee-Aktivitäten:.
http://www.daimlerchrysler.com/index_g.htm?/news/top/2000/t01102a_g.htm

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