Business-Plan

Visitenkarte des Unternehmens

"Ich sehe den Businessplan als Einleitungskapitel in eine spannende Abenteuergeschichte, das ist so das Grundkonzept."
(Harald Mahrer, Managing Partner der legend.at)

Die aktuellen politischen Diskussionen zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt sowie die Hartz-Studien haben die Bundesregierung veranlasst, steuerliche Einstiegshilfen und bürokratische Erleichterungen für Start-up-Unternehmen zu schaffen. Gerade diese Unternehmensgruppe sollte gefördert werden und unter dem Stichwort "ICH-AG" maßgeblich zur Entlastung des Arbeitsmarktes beitragen.

Wobei eine Jury aus Sprachexperten entschieden haben, dass das "Unwort" des Jahres 2002 "Ich-AG" heißt, denn es sei eine "lächerliche Unlogik" der Wortbildung. Zur Begründung hieß es außerdem, ein Individuum könne keine Aktiengesellschaft sein.

Nichts desto trotz. Um mögliche "schlummernde" Geschäftsideen zu entwickeln und auf dem Markt konkurrenzfähig zu verkaufen, benötigen diese Gründer einen Business-Plan: einerseits für die Kapitalgeber, andererseits für die eigene Planung.

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Der Businessplan (auch Geschäftsplan oder Unternehmensentwicklungsplan) verschafft dem Gründer und den vermeintlichen Kapitalgebern Klarheit über die Geschäftsidee und das Geschäftsvorhaben: er ist Leitfaden und Planungsvorgabe.

Folgende Fragestellungen werden beantwortet:

  1. Was ist die Geschäftsidee? / Was will man verkaufen?
  2. Wie ist das Vorgehen? / Welche Ziele (3 bis 5 Jahre) hat man sich gesetzt?

Grundsätzlich sollte der Business-Plan vom Gründer / von der Unternehmensleitung aufgestellt werden. Nur dann ist gewährleistet, dass das Top-Management hinter der Geschäftsidee und den aufgestellten Zahlen, Daten und Fakten steht. Dies hat den Vorteil, dass Fragen der Kapitalgeber präzise und prägnant beantworten können und dass ein gewisser Vertrauensvorschuss geschaffen wird.
Das Verfassen eines Businessplans unterliegt zwar keinen gesetzten Regeln, dennoch sollte er

  • einige wesentliche Punkte / Mindestanforderungen beinhalten,
  • übersichtlich gestaltet und gegliedert sein,
  • der Inhalt verständlich und vor allem konkret formuliert sein und
  • sich dabei auf einen Umfang von ca. 25 bis 40 Seiten beschränken.

Teilweise wird empfohlen, parallel zu einer Langfassung eine entsprechende Kurzfassung des Businessplans (auch Executive Summary) zu erstellen.
Öffentliche Kapitalgeber oder auch Business Angels erhalten sehr viele Businesspläne, so dass eine bestechende Kurzfassung möglicherweise als Entscheidungsgrundlage schon ausreicht und zielführend ist.

Wesentliche Elemente

"Der Businessplan ist das entscheidende Instrument, um zukünftige Geschäftspartner oder Kapitalgeber von einer Geschäftsidee zu überzeugen ...? und ?... Er ist daher die Grundlage für das Erreichen der unternehmerischen Ziele.? (Quelle: Der Business-Plan. Professioneller Aufbau und erfolgreiche Präsentation. Econ-Verlag 2001, Seite 12)

Die wesentlichen Elemente eines Businessplans könnten wie folgt zusammengefasst werden.

Beschreibung des Geschäftsidee / Formulierung des Geschäftsvorhabens (Kann gleichzeitig Kurzfassung ausgearbeitet werden oder kann als Landkarte der Organisation dienen)

  • Was ist der Nutzen des Produkts oder der Dienstleistung?
  • Wurde eine Preiskalkulation durchgeführt?
  • Wie macht das Unternehmen das Produkt bekannt?
  • Wurde der Absatzmarkt analysiert und ist er bekannt?
  • Kennen sie ihre Lieferanten?
  • Wie viel Personen sind tätig, gibt es Partner?
  • Kann der Produktionsstandort begründet werden?
  • Existieren eventuelle Risiken?

Gründerperson(en) / Management

  • Wer sind die Personen, die diese Geschäftsidee treiben?
  • Was sind deren fachliche Qualifikationen (Stärken und Schwächen)?
  • Existiert bereits ein Organigramm oder Human Resource Management?
  • Haben sie die richtige Rechtsform gewählt?

Marketing / Marktchancen und Marktanalyse

  • Wurde eine Absatzstrategie entwickelt?
  • Gibt es ein Vertriebskonzept?
  • Sind die Kundenwünsche bekannt?
  • Haben Sie einen Marketingplan konzipiert?

Finanzen / Einnahmen und Ausgaben

  • Wurde ein Umsatzplan und Kostenplan für die nächsten 3 - 5 Jahre entwickelt?
  • Können ausreichend Gewinne erwirtschaftet werden?
  • Ist der Kapitalbedarf (Investitionen, Fuhrpark, Maschinen) für die nächsten Jahre bekannt?
  • Wurde bereits eine break-even-analyse der Produkte / Dienstleistungen durchgeführt?
  • Sind mögliche verschiedene Finanzierungsquellen bekannt?

Aussichten / Anhang

  • Wie entwickelt sich die Branche?
  • Gibt es eine Branchenstrukturanalyse?
  • Liegen hierzu Marktforschungsberichte vor?
  • Gibt es einen Wettbewerbsvorsprung und wie lange hält dieser?
  • Stehen bereits Produktfotos bzw. Konzeptionsunterlagen für die Dienstleistung zur Verfügung?
  • Verfügen Sie über ein Leitbild oder Unternehmensleitsätze?
  • Haben Sie einen Gesellschaftsvertrag geschlossen und die Lebensläufe der Schlüsselpersonen zusammengestellt?

Mögliche Fehlerquellen

Die Euphorie eine neue Geschäftsidee zu vermarkten und schließlich zu präsentieren, birgt trotz aller Vorsicht, ein paar mögliche Klippen. "no news is bad news" (Quelle: Der Geschäftsplan, S. 13 ff. Galileo Press GmbH 2002)

Falsche Markteinschätzung für die Geschäftsidee

  • Ungeahnter Wettbewerb / Absatzschwäche
  • Fehlerhafte Preisgestaltung des Produkts bzw. der Dienstleistung
  • mangelhafte Rentabilitätsprüfung

Qualifikation des Gründers, des Managements und des Personals

  • kaufmännische Praxis mangelhaft
  • fehlende fachliche Qualifikation des Personals
  • keine geeignete Unternehmensstruktur

Finanzielle/steuerliche Rahmenbedingungen werden unterschätzt

  • Eigenkapitaldecke zu knapp
  • Unzureichende Vorausschau, wie in den nächsten 3-5 Jahren Gewinn erzielt werden wird
  • fehlender Liquiditätsplan

Denken Sie bitte daran, der Business-Plan ist die "Visitenkarte" des Gründers, ergo:

  • Fassen Sie die Informationen so zusammen, dass sie nachvollziehbar sind
  • Setzen Sie Ihre Worte so, dass sie verständlich sind
  • Lassen Sie den "roten Faden" erkennen, wie sich die Geschäftsidee auf dem Markt durchsetzen lässt und ihre Organisation dazu passt

"Der Businessplan ist im Grunde nichts anderes als ein sehr detaillierter Unternehmensprospekt, der genau das beinhaltet, was einen Investoren interessiert.", Günther Halvax, Treuhand Partner Austria.

Links und Literatur

  • Aus: LUDOPH, Fred, LICHTENBERG, Sabine: Der Business-Plan. Professioneller Aufbau und erfolgreiche Präsentation. Econ-Verlag 2001, 202 Seiten, gebunden, EUR 30,00, ISBN 3-430-16203-3
  • Aus: Pruss et al.: Der Geschäftsplan. Galileo Press GmbH 2002, 271 Seiten, gebunden, EUR 44,90, ISBN 3-89842-247-X

Weitere Informationen

  • Businessplan-Wettbewerb. Wozu und die Kennzeichen sowie der Coutdown zum Wettbewerb.
  • "Ich-AG" ist das "Unwort" des Jahres 2002. Das "Unwort" des Jahres 2002 heißt "Ich-AG". Mit dieser Entscheidung rügte eine Jury aus Sprachexperten die "lächerliche Unlogik" der Wortbildung. Zur Begründung hieß es außerdem, ein Individuum könne keine Aktiengesellschaft sein.
  • HERZBERG, Uwe: Erste Hilfe. Mein Business- Plan. Strategisch planen – Erfolge präsentieren. Haufe Verlag 2001, 186 Seiten, gebunden, EUR 15,25, ISBN 3-448-04646-9
  • HOFMEISTER, Roman: Der Business Plan. Carl Ueberreuter 2002, 231 Seiten, broschiert, EUR 15,90, ISBN 3-8323-0582-3

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