Corporate Social Responsibility (CSR)

Modeerscheinung, echter Wettbewerbsvorteil oder zunehmend eine Notwendigkeit?

Das Trikot für den Handballverein, der neue Fassadenanstrich für die Kindertagesstätte, das Auto für die Behindertenwerkstatt – viele Unternehmen unterstützen gemeinnützige Vorhaben mit ihren Produkten oder Dienstleistungen. Oft mit einer großen Selbstverständlichkeit und ohne viel Aufhebens.

Über die Wohltätigkeit hinaus nutzen jedoch andere Unternehmen dieses soziale Engagement verstärkt als Grundstein, eine ganzheitliche gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich zum Konzept der Corporate Social Responsibility – kurz CSR - zu bekennen.

Nicht zuletzt auch als Reaktion auf eine neue Zielgruppe, die LOHAS, die einen „Lifestyle of Health and Sustainability“ (Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit) pflegen. LOHAS stehen für einen Konsumententyp, der durch entsprechendes Konsumverhalten Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern will. 

Abgestimmt auf ihre Strategie engagieren sich Unternehmen freiwillig und über die gesetzlichen Forderungen hinaus mit konkretem unternehmerischem Handeln in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales – und reden darüber. Sie verbinden Ihren „Business Case“ mit dem „Social Case“ – d.h. die Wohltätigkeit ist gut fürs Geschäft - und sichern damit ihre eigene Existenz und Zukunftsfähigkeit.

Mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der jüngsten Vergangenheit und der Perspektive für die Zukunft stellt sich mittlerweile aber auch die Frage, ob das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen noch stärker gefordert werden kann, die entstehenden Lücken im Sozialsystem zu füllen und ob sie in der Lage und Willens sind, nach Vorbild des Kaufmanns Jakob Fugger (Sozialwohnungen) oder des Fabrikanten Alfred Krupp (Krankenhaus) diese Rolle einzunehmen.

Der Begriff

Für Unternehmen steht eine Bandbreite und Vielfalt zur Verfügung, sich sozial und gesellschaftlich zu engangieren: vom reinen Sponsoring, Ehrenamt bis hin zum strategisch verankerten CSR.

Begriffe wie Corporate Citizenship, Corporate Governance, Corporate Sustainability, Nachhaltige Unternehmensführung oder Corporate Social Responsibility haben im Unternehmenssprachgebrauch ihren Platz gefunden. Oftmals werden sie als Synomym verwendet und in der Interpretation sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Es scheint sich jedoch mittlerweile ein Verständnis über die Zusammenhänge durchzusetzen in Anlehnung an Loew et al (2004). Diese versucht die Definitionen der EU und der UN-Konferenz in Rio de Janeiro 1992 zur Nachhaltigen Entwicklung zu vereinen.

Entsprechend dem Nachhaltigkeitsleitbild umfasst die Nachhaltige Unternehmensführung alle drei Aspekte: ökologische, ökonomische und soziale.

Corporate Social Responsibility ist ein zentrales Element der nachhaltigen Unternehmensführung (Corporate Sustainability). Somit sind Unternehmen also aufgefordert, ihren Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Nachhaltigkeit zu leisten. Wobei sich die europäische Definition des CSR auf die ökologische und soziale Dimension der Nachhaltigkeit beschränkt. Die ökonomische Dimension – also die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gilt als Rahmenbedingung.

Corporate Citizenship (CC) ist ein Teilaspekt des CSR und bezeichnet das bürgerschaftliche Engagement der Unternehmen über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus. Es beinhaltet zum Beispiel das Corporate Volunteering, Sponsoring (Corporate Giving) oder Corporate Foundations. Corporate Citizenship ist auf das lokale und regionale Umfeld bezogen.

Hier zeigt sich auch wieder das unterschiedliche Verständnis der einzelnen Begrifflichkeiten, welches auf die Entstehung zurückzuführen ist. In den USA wird Corporate Citizenship in Teilen mit CSR und dessen Inhalten gleichgesetzt.

Das Konzept

Der Beginn von CSR ist sicherlich in den Umweltbewegungen der 80er und 90er Jahre zu sehen. Über verschiedene Etappen griff auch die Europäische Kommission im Jahre 2001 das Thema auf und konkretisierte in ihrem Grünbuch mit einer eindeutigen Definition ihr Verständnis von CSR:

„Ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, um auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Belange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Beziehungen zu den Stakeholdern zu integrieren“.

Weiter heißt es: Gesellschaftlich verantwortlich zu handeln heißt „nicht nur gesetzliche Bestimmungen einzuhalten, sondern [...] mehr investieren in Humankapital, in die Umwelt, in Beziehungen zu anderen Stakeholdern.“ (Europäische Kommission 2002b:3). Gesetzlichen Bestimmungen sind somit  Voraussetzung.

Zugrunde liegende Prinzipien

Bei der Umsetzung eines CSR-Konzepts im Unternehmen spielen vor allem folgende Prinzipien eine tragende Rolle:

CSR basiert auf Freiwilligkeit

  • Das Engagement, das Unternehmen im Rahmen von CSR-Maßnahmen ergreifen, geht über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus und kann nur insoweit umgesetzt werden, als dass es dem Unternehmen selbst nicht schadet und dieses wettbewerbsfähig bleibt. Somit unterscheiden sich CSR-Aktivitäten der einzelnen Unternehmen – in Abhängigkeit der Größe, Branche, Standorte (national/international) etc. Leitlinien, Good-Practice-Beispiele können Orientierung sein, eine allgemeine CSR-Standardisierung könnte in diesem Fall eine effiziente Umsetzung der Maßnahmen verhindern.
  • Mit der für dieses Jahr angekündigten Norm ISO 26000 – auch Ethiknorm genannt - wird es einen Leitfaden geben, der aufzeigt, welche Verantwortung private und öffentliche Unternehmen und Organisationen weltweit haben und einhalten sollen. ISO 26000 ist im Zusammenhang mit ISO 9000 und ISO 14000 zu sehen. Zwar soll ISO 26000 nicht zertifiziert werden, doch Kritiker warnen, dass trotz allem damit die Freiwilligkeit zur Pflicht werden kann, und dann ein wichtiger Pfeiler für CSR weg bricht.

CSR basiert auf Eigeninitiative

  • Maßnahmen, die im Rahmen von CSR-Initiativen von Unternehmen umgesetzt werden, sind immer Beiträge, die Unternehmen im Rahmen ihres Kerngeschäftes in Eigeninitiative und in Eigenverantwortung leisten. Voraussetzung aber ist, dass Unternehmen wettbewerbsfähig sind bzw. wirtschaftlichen Erfolg haben. Denn nur „gesunde“ Unternehmen können ihren Beitrag zur Sozialverantwortung leisten, indem sie zum Beispiel Arbeitsplätze sichern.

CSR steht in Beziehungen

  • Der Erfolg eines Unternehmens hängt auch von den beteiligten Interessensgruppen – den Stakeholdern – ab. Dies können sein: Eigentümer, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, etc. Maßnahmen die im Rahmen des CSR-Konzepts durchgeführt werden, haben somit auch immer Auswirkungen auf die Beziehung zu diesen Gruppen. Soziale und ökologische Verantwortung übernehmen heißt hier, im Rahmen und den Bedürfnissen der eigenen Stakeholder angepasst zu handeln.

Nur „gesunde“ Unternehmen können der gesellschaftlichen Verantwortung nachgehen. Daher ist es sinnvoll eigene CSR-Maßnahmen immer im Umfeld des Unternehmens anzusiedeln. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit sind dabei Grundlage in der Umsetzung des CSR-Konzepts.

Die drei Säulen des CSR

Das CSR-Konzept baut auf drei Säulen auf, auch als drei Säulen der Nachhaltigkeit oder Triple Bottom Line bezeichnet. Ziel ist es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen, ökologische Tragfähigkeit und soziale Aspekte nachhaltig zu verbinden und in Einklang zu bekommen. 

1. Die wirtschaftliche (ökonomische) Dimension
Ein Unternehmensziel ist es, wirtschaftlich im Sinne von wertsteigernd und erfolgreich zu handeln. Ökonomisch nachhaltig zu wirtschaften heißt, längerfristig eine Basis zu schaffen, die Erwerb und Wohlstand zulassen, aber auch die Ressourcenknappheit berücksichtigen.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • schonend mit den benötigten Ressourcen umzugehen. Ressourcen können sein: Arbeit, Kapital, Zeit, Wissen, Boden (Fläche), etc. Ressourcen sind in der Regel begrenzt und ihr Einsatz verursacht Kosten. Hierbei gilt das Gebot der Suffizienz und Effizienz: nur die wirklich notwendigen Ressourcen nutzen
    und diese bestmöglich einsetzen.

  • Gesamtkosten- und Lebenszyklus zu beachten (Produkt- und Prozessqualität).

  • integrierte Managementsysteme, Controllingsysteme einzuführen (Qualitätssicherung).

  • Verbraucherschutz zu berücksichtigen.

  • Zusammenarbeit mit Partnern zu fördern.

  • CSR in die Personalentwicklung einzubinden, z.B. soziale Kompetenzen im Team über ein gemeinsames soziales Projekt entwickeln oder fördern.


2. Die ökologische Dimension
Ökologisch nachhaltig zu wirtschaften heißt, einen schonenden Umgang mit Umwelt, Natur und den vorhandenen Ressourcen zu pflegen, so dass diese für nachfolgende Generationen erhalten bleiben und dabei als Unternehmen noch wettbewerbsfähig zu bleiben.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • Verbrauch von Ressourcen zu minimieren
  • Wiederverwertung und Rückführung zu fördern
  • Erneuerbare Energien einzusetzen
  • Emissionen (Müll, Schadstoffe, . . .) zu minimieren
  • das Umweltbewusstsein der Mitarbeiter zu sensibilisieren


3. Die soziale Dimension
Sie beschäftigt sich mit der Ressource Mensch / MitarbeiterIn und zwar über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus. Ziel der sozialen Nachhaltigkeit ist es, eine zukunftsfähige und leistungsfähige Gesellschaft zu erhalten.

Für Unternehmen bedeutet das:

Der Leitgedanke in allen Dimensionen ist derselbe: Es gilt in jedem Fall eine Win-Win-Situation zu erzielen. Nur dann kann Nachhaltigkeit erreicht werden. Und: Die drei Säulen der Nachhaltigkeit kommen erst zum Tragen, wenn sie in die Geschäftstätigkeit und die Strategie des Unternehmens integriert werden.

Genau hier grenzt sich das Konzept der Corporate Social Responsibility von der Wohltätigkeit oder dem reinen Sponsoring ab: Ein Unternehmen, welches das CSR-Konzept in sein Geschäftskonzept integriert hat, wird z.B. nur eine Veranstaltung fördern, die die gleiche Zielgruppe anspricht wie das Unternehmen.

Mit einer Reihe von Kriterien für CSR ergeben sich auch für das Unternehmen Leitlinien, mit denen sie unter den oftmals zahlreichen Anfragen nach Unterstützung die für sie nützlichen Aktivitäten heraus filtern können und den anderen eine begründete und somit nachvollziehbare Absage mitteilen können.

Lohnt sich CSR für Unternehmen?

Doch lohnt es sich tatsächlich für Unternehmen, CSR-Aktivitäten zu entfalten und lassen sich daraus sogar Wettbewerbsvorteile generieren? Die positiven Effekte, die von CSR-Aktivitäten zu erwarten sind, muss man aus zwei Blickwinkeln betrachten.

Zum einen zeigen sich innere und damit direkte Vorteile. Ein Beispiel: Kümmert sich das Unternehmen nachhaltig um ein besseres Arbeitsumfeld im Sinne von Arbeits- und Gesundheitsschutz, hat dies nicht nur positive Auswirkungen auf die Motivation und Produktivität der MitarbeiterInnen. Denn durch geringere Krankheits- und Fehlzeiten profitiert das Unternehmen.

Hinzu kommt: Menschen arbeiten gerne in Unternehmen, die  sozialverantwortlich aktiv sind. Dieser Effekt ist auch in Bezug auf die Personalrekrutierung zu beachten. Im „War of Talents“, dem Kampf um die besten Mitarbeiter, hat ein CSR-Unternehmen sicherlich die besseren Karten als attraktiver potenzieller Arbeitgeber zu glänzen.

Zum anderen ergeben sich äußere und damit indirekte Vorteile. Zum Beispiel die Wirkung auf Stakeholder wie Kunden, Banken, Geschäftspartner usw. Der gute Ruf wird gestärkt, der Bekanntheitsgrad erhöht sich, ein Imagegewinn ist zu verzeichnen. Nicht, dass sich dies unmittelbar in Euro umrechnen ließe, aber der Return on Invest ist sicher.

Vorteile für Unternehmen entstehen dann, wenn

  • Corporate Social Responsibilty als strategischer Eckpfeiler im Unternehmen verankert ist,

  • Ziele vereinbart werden, Fortschritte gemessen, dokumentiert und kommuniziert werden,

  • darüber ein aktiver Dialog und Austausch mit den Stakeholder, Führungskräften und Mitarbeitern geführt wird und

  • somit Transparenz geschaffen wird, was Glaubwürdigkeit und Verbindlichkeit zum Unternehmen herstellt.

So leisten die CSR-Aktivitäten im Endeffekt ihren Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele, die da wären: Gewinn, Wachstum, Existenzsicherung und Wettbewerbsvorteile.

Wie fit ist Ihr Unternehmen für CSR?

Nicht erst seit den wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist CSR zu einem (politischen) Top-Thema avanciert. Der Aktionsplan von Johannesburg aus dem Jahr 2002 gibt den privaten Unternehmen vor, dass sie bei ihren Aktivitäten im In- und Ausland dafür zu sorgen haben, dass beispielsweise gute Arbeitsbedingungen vorliegen und umweltschonend agiert wird. Heißt, dass sie im Sinne einer Corporate Social Responsibility (CSR) verantwortlich handeln sollen.

Aber auch Unternehmen selbst haben CSR vor dem Hintergrund der Globalisierung, der Finanzskandale, dem zunehmenden Interesse von Investoren und nicht zuletzt dem wachsenden Interesse an Ethik und Moralvorstellungen in der Businesswelt als neue Einflussgröße erkannt.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob Unternehmen überhaupt in der Lage sind, CSR-Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit durchzuführen, bzw. CSR-Initiativen zielgerichtet in die Unternehmensstrategie einzubinden, um so in Eigeninitiative und Eigenverantwortung letzendlich gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Denn wie mit allem: schlecht durchgeführte CSR-Maßnahmen können als Schuss nach hinten losgehen. Mit der Glaubwürdigkeit der Umsetzung steht und fällt das CSR-Konzept. Die Auswirkungen der Initiativen auf Markt, Arbeitsplatz, Gemeinwesen und Umwelt sollten zuvor berücksichtig sein.

Handlungsfelder in denen Unternehmen tätig werden können

CSR ist ein komplexes Gebiet und bietet den Unternehmen eine Bandbreite an Handlungsfeldern wie:

  • Arbeit und Beschäftigung
  • Bildung und Wissenschaft
  • Handel und Investitionen
  • Entwicklung
  • Engangement vor Ort
  • Umwelt und Verbraucher
  • Menschenrechte

Je nach Branche, Größe (klein, mittelständisch, Großunternehmen), Standort (lokal, international) müssen Unternehmen selbst entscheiden, in welchen Bereichen sie sich engagieren.

Und genau an dieser Stelle wird deutlich, dass Unternehmen sich in einem Spagat befinden:

  • Zum einen, dass bei standardisierten Vorgehen und Reglements der notwendige Handlungsspielraum, die Flexibiltiät und Kreativität ausgebremst werden, die Unternehmen brauchen, um ihren Beitrag gesamtwirtschafltiche Nachhaltigkeit leisten zu können.

  • Zum andern zwingen aber genau solche Regelungen Unternehmen dazu, sich bestimmten Fragen zu stellen. Zum Beispiel um Sozial- und Umweltsiegel zu erhalten, die den Unternehmen ein Mindestmaß an sozialen und ökologischen Verhaltens bescheinigen (Zertifizierung nach ISO 14001, die Validierung nach Eco Management, Blauer Engel).

Der Druck auf die Unternehmen wächst. CSR ist schon lange kein Trend-Thema mehr. Wer sich nicht sozial verträglich und nachhaltig zeigt, verliert Glaubwürdigkeit, Kunden und Umsatz.

Wie bringt man CSR im eigenen Unternehmen zu Laufen?

Das eine CSR-Strategie für nachhaltiges Wirtschaften nicht nur funktioniert sondern sich auch auszahlt, dafür haben einige Unternehmen bereits den Erfolgsbeweis erbracht.

Im Jahr 2003 hat eine branchenübergreifende empirische Studie der Uni Hamburg zum Erfolg von Nachhaltigkeitsmanagement festgestellt, "dass der Aktienmarkt bei langfristig steigenden Kursen ein nachhaltiges Management mit überdurchschnittlich positiver Kursentwicklung honoriert"

Dies gilt für die großen Unternehmen. Mit dem Wissen über diesen Zusammenhang erstellen mittlerweile 27 der 30 DAX-Unternehmen jährlich einen eigenen CSR-Bericht. Zunehmend erstellen auch kleine und mittelständische Unternehmen einen solchen Bericht.

Über das Management der Maßnahmen zeigt sich, wirklich gewinnbringend sind CSR-Aktivitäten nur, wenn sich die Käufergruppen durch das gesellschaftliche Engagement angesprochen fühlen.

Aber nicht nur die „harten“ Wirtschaftsdaten honorieren das Engagement. Zahlreiche öffentliche Institutionen und Stiftungen loben alljährlich verschiedene CSR-Awards aus. Eine Übersicht über eine Vielzahl landesweiter und regionaler Wettbewerbe gibt es hier

Wie bringt ein Unternehmen nun den „Social Case“ mit dem „Business Case“ zusammen, wie wird CSR systematisch in die Unternehmensstrategie und in das Management eingebunden?

Zur Implementierung von CSR im Unternehmen empfehlen sich die folgenden Schritte:

1. Identifikation des Handlungsbedarfs

2. Auswahl von CSR-Schwerpunkten

3. Verankerung im Unternehmen

4. Berichterstattung und Kommunikation mit Stakeholdern

Handbücher, Leitfäden und Beispiele aus anderen Unternehmen können ebenso Hilfestellung geben wie auch die ISO 26000.

Ausschlaggebend für den Erfolg ist, dass die CSR-Elemente passend zum Unternehmensumfeld sind. So wäre es u.U. für ein europäisches Unternehmen fatal sich asiatische CSR-Ziele und Positionen zu Eigen zu machen, da dann weder Kultur noch Umfeld berücksichtigt wären.

Als Querschnittsthema zieht sich das Thema CSR durch alle Unternehmensbereiche: angefangen von der Unternehmensstrategie, Risiko- und Reputationsmanagement, Personal, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltschutz, Kommunikation und Marketing statt. Doch wer nimmt sich nun des Themas an? Größere Unternehmen haben meist eigene CSR-Beauftragte, aber was machen kleine und mittelständische Unternehmen?

Ganz eindeutig: CSR wird hier zur Chefsache. Doch wichtig dabei ist, möglichst viele Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen, wenn nicht sogar die gesamte Belegschaft, in die Maßnahmen einzubinden. Besonders berücksichtigt werden müssen bei kleineren und mittleren Unternehmen die spezifischen Gegebenheiten in Bezug auf Struktur des Unternehmens, Standort und Branche. Und die Anforderungen dürfen nicht zu hoch gesteckt werden damit sie nicht die finanziellen und personellen Möglichkeiten des Unternehmens übersteigen.

Auch Unternehmensberatungen engagieren sich für das Thema Nachhaltigkeit. Sie beraten Kunden bei der Einführung oder Professionalisierung ihrer CSR-Maßnahmen,  um die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte im Gleichgewicht zu halten und so den unternehmerische Erfolg zu stärken. Sie unterstützen Unternehmen dabei, die Anforderungen der Stakeholder an das Unternehmen zu identifizieren und entsprechende Profile zu erstellen, damit die Maßnahmen auch bei den Zielgruppen ankommen.

CSR im Spannungsfeld

CSR im Spannungsfeld zwischen Funktionsübernahme vom Staat und als Positionierungsinstrument für Unternehmen

Inwieweit auf Grund abnehmender Sozialleistungen Unternehmen für den Staat in die Bresche springen müssen, können oder wollen, und wieder selbst für viele Belange seiner Mitarbeiter sorgen müssen, bleibt offen. Viele Unternehmen in Deutschland stellen sich dieser Verantwortung.

Unbestritten bleibt die Tatsache heute wie damals, dass soziales Engagement ein hohes Maß an Mitarbeiter- und Kundenloyalität generiert. Denn nicht nur viele Unternehmen sondern auch viele Konsumenten haben verstanden, dass Wirtschaftskrisen, Umweltskandale und Horrorszenarien auch Chancen für den Wandel, für neue Konzepte und Verhaltensweisen sind. Und dass nur das eigene Verhalten diesen Wandel bewirken kann.

Zahlreiche Studien belegen diesen Sinneswandel:

  • Trendstudien der Otto-Gruppe in den Jahren 2007 und 2009 zu Konsum-Ethik haben gezeigt, dass trotz Wirtschaftskrise Produkte aus Bioanbau, fairem Handel und aus regionaler Produktion nach wie vor boomen. In den zwei Jahren war ein Zuwachs von ca. 20 % zu verzeichnen.
  • Laut einer Emnid Umfrage aus dem Jahr 2007 sind 68 % der Deutschen der Überzeugung sind, dass ihr Kaufverhalten wesentlich zum Umweltschutz beiträgt. 98 % fordern mehr energiesparende Produkte von der Industrie. Schätzungen gehen davon aus, dass sich ca. 30 Millionen Deutsche von einem nachhaltigen Lebensstil angesprochen fühlen – die LOHAS.
  • Eine Trendanalyse von Gruner + Jahr zu den LOHAS hat bestätigt, dass diese Zielgruppe nicht preissensibel ist. Dies bezieht sich zwar derzeit noch vor allem auf den Bereich Bio-Lebensmittel, doch die Studie hat gezeigt, dass der Trend sich bei Naturkosmetik und bei der so genannten Green Fashion oder Socialwear fortsetzt.
  • Eine gemeinsame Studie von BVE (Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie), dem Marktforschungsunternehmen GfK und Roland Berger Strategy Consultants aus dem vergangenen Jahr hat den Trend bestätigt, dass die Verbraucher beim Einkauf immer stärker darauf achten, unter welchen Bedingungen die Lebensmittel produziert werden und welche Werte Hersteller und Händler vermitteln.

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, dann rufen Sie uns bitte an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen können.

ILTIS GmbH
Röntgenstraße 15
D-72108 Rottenburg am Neckar

Telefon: +49 (74 72) 98 39-0
Telefax: +49 (74 72) 98 39-22

E-Mail: dialog@dont-want-spam.iltis.de
Internet: www.iltis.de

Im Jahr 2008 war die ILTIS GmbH mit Ihrem sozialen Engagement nominiert für den LEA, den Mittelstandspreis für soziale Verantwortung (siehe auch http://www.iltis.de/index.php?id=96).

Eine der CSR-Aktivitäten der ILTIS GmbH ist der Verein 123 Kinderlachen e.V., der von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der ILTIS GmbH ins Leben gerufen wurde. Alle Aktivitäten im Rahmen des Vereins werden vom Unternehmen ganzheitlich unterstützt.

Weshalb sich die ILTIS GmbH hier engagiert? Ein Unternehmenszweig beschäftigt sich mit internationaler Wirtschaftsentwicklung, vorrangig in Krisenregionen. Die Erfahrung dort hat gezeigt, dass nur über Völkerverständigung, Frieden und gemeinsamen Anstrengungen eine wirtschaftliche Entwicklung stattfinden kann.

Einen regionalen Bezug hat das Engagement der ILTIS GmbH im Projekt „Wirtschaft macht Schule“. Hier sprechen Berater und Beraterinnen des Unternehmens mit Schülern und Schülerinnen der Oberstufe über ihr Berufsbild, ihre Erfahrungen in der Praxis.

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