Direktinvestitionen

Das mobile Kapital

"Ein globaler Markt für Unternehmen bildet sich heraus. Der grenzüberschreitende Erwerb sowie die Veräußerung von Unternehmen hat ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht."
Karl P. Sauvant, Hauptverantwortlicher für den
World Investment Report 2000 der UNCTAD

Die Menge des weltweit fließenden Kapitals, das im Ausland zum Erwerb von Beteiligungen oder zum Gründen von Tochterunternehmen eingesetzt wird, wächst von Jahr zu Jahr. Für 2000 wird von weltweiten Direktinvestitionsströmen in Höhe von 1 Billion US Dollar ausgegangen. Die genauen Zahlen liefert der jährliche im Oktober erscheinende World Investment Report, den die UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development) herausgibt.

International tätige Unternehmen verfolgen länderübergreifend glasklare Investitionsprinzipien, die den Grundsätzen der Wettbewerbsfähigkeit, der Steigerung der Marktanteile und der Gewinnmaximierung gehorchen.

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Im Rahmen der Internationalisierung aller Geschäfte und wachsender Mobilität von Kapital und Know-how, sind ausländische Direktinvestitionen (ADI) in Form von Neugründungen, Fusionen, Übernahmen oder Joint Ventures gang und gäbe.

Die dabei Ton angebenden 100 größten transnationalen Konzerne (TNC) kommen erwartungsgemäß aus der EU, USA und Japan. Glanzvoll aus der Reihe tanzt der südkoreanische Konzern Daewoo. Angeführt wird die Liste von General Electric. Als Investitionsform setzen sich bei den TNC Akquisitionen und Unternehmenszusammenschlüsse immer mehr durch. Das Gesamtvolumen aller TNC lag 1998 bei 865 Milliarden US Dollar.

Die Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland 1999 stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund 25% auf 26,8 Milliarden US Dollar. Von deutschen Unternehmen flossen 1999 50, 6 Milliarden US Dollar ins Ausland. Der Rekordwert des letzten Jahres konnte damit nicht erreicht werden. Damals ging allein rund ein Drittel des im Ausland angelegten Kapitals auf das Konto des DaimlerChrysler-Deals.

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Gründe für Direktinvestitionen

Führungskräfte konzentrieren sich weltweit darauf, Möglichkeiten aufzudecken, den Unternehmenserfolg der eigenen Firma zu maximieren, seinen Marktanteil zu vergrößern und den Börsenwert in die Höhe zu treiben. Die Motive können dabei beschaffungsorientiert, absatzorientiert oder kostenorientiert sein und dienen dem Ausbau von Wettbewerbsvorteilen wie:

  • Marktnähe durch lokale Präsenz
  • Geographisch angepasste Produktdifferenzierung
  • Globale Substitutionsmöglichkeiten,
  • Größenvorteile im Marketing,
  • Think global, act local in Produktentwicklung, Werbung und PR,
  • Verteilung von Chancen und Risiken,
  • Gewinn globaler Expertise.

Das Interesse der jeweiligen Länder ist umgekehrt durchsichtig: sie wollen so viele attraktive Arbeitsplätze wie möglich ergattern.

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Arten von Direktinvestitionen

Direktinvestitionen können auf verschiedene Arten getätigt werden:

  • Gründung von Tochterunternehmen,
  • Kauf von Unternehmen oder Betriebsstätten,
  • Dauerhafte Kreditvergabe an ausländische Unternehmen,
  • Ausstattung von ausländischen Unternehmen mit Anlagen und Kapital.

Im Falle des Erwerbs von Beteiligungen wird erst dann von einer Direktinvestition gesprochen, wenn die 20%-Schwelle erreicht oder überschritten wird. Beteiligungen die diese Zahl unterschreiten, gelten als Portfolio-Investitionen.

Direktinvestitionen in Form von Beteiligungen lassen sich wie folgt unterscheiden:

  • Beteiligungen von 25% am haftenden Kapital sind Minderheitsbeteiligungen.
  • Eine Beteiligung von 50% stellt den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung dar, mit der das investierende Unternehmen Entscheidungskraft erlangt.
  • Eine 75%ige Beteiligung ist erforderlich um eine Sperrminorität anderer Anteilseigner auszuschließen.
  • Erwerb des Unternehmens zu 100%.
  • Viele Länder regeln die Art der Beteiligungsmöglichkeiten, die Berücksichtigung lokaler Produktionsfaktoren und die Gewinnverwendung mit Gesetzen.

Wettbewerbsvorteile durch kosmopolitische Manager und Produkte

Der kosmopolitische Manager nutzt vielversprechende Investitionsmöglichkeiten und zieht sich aus unrentablen Geschäften zurück. Kein Top-Manager kann es sich noch leisten, globale Chancen nicht mehr zu nutzen sowie Profite und Marktanteile an andere zu vergeben. Und je besser das Management darauf eingestellt ist, desto rasanter bewegt es sich auf der weltweiten Erfolgsspur.

Bei Whirlpool International's stammt die sechsköpfige Führungsmannschaft aus sechs verschiedenen Ländern. Derartige Kapazitäten untersuchen den Globus dann nach dem effizientesten Einsatzort für ihre Ressourcen, um beträchtliche Profite und Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Nicht umsonst wird Mazdas MX-5 in Kalifornien konstruiert, von Tokyo und New York aus finanziert, als Prototyp im englischen Worthing produziert und in Michigan und Mexiko endmontiert, wobei in New Jersey erfundene und in Japan gebaute Elektronikteile im Inneren blinken.

Folgen von Direktinvestitionen

Jedes Land möchte zukunftsträchtige Investoren in sein Land locken, nicht nur um der Investition selbst willen, sondern vor allem aufgrund der spillovers: Arbeitsplätze in modernen Unternehmen, die gut bezahlt sind, und somit zu höherem Steueraufkommen beitragen. Dies führt bis hin zu besseren Ausbildungssystemen und in letzter Konsequenz zu gesteigertem Wohlstand.

Multilaterales Abkommen über Investitionen (MAI)

Nach der Liberalisierung des Welthandels durch die Einrichtung der Welthandelsorganisation (WTO) 1995 steht der vollkommenen Wirtschaftsfreiheit vor allem der Umgang mit ausländischen Direktinvestitionen im Wege.

Das von der OECD initiierte multilaterale Investitionsabkommen MAI bezieht neben der klassischen Auffassung von Direktinvestitionen, die langfristig motiviert ist, auch Portfolio-Investitionen mit ein. Das heißt, daß der Investor ohne die Unternehmenspolitik mitzugestalten zur Kapitalausstattung einer Firma beiträgt.

Die meisten Regierungen konfrontieren potentielle Investoren mit einer Reihe von Reglements. Zum Schutze der einheimischen Industrie zählen dazu eine Mindestzahl von Vorprodukten, die im Gastland erworben werden müssen sowie eine Mindestzahl an inländischen Arbeitskräften, die beschäftigt werden muss.

Links und Literatur

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