E-Commerce

Im Wandel der Zeit

"Was heute Luxus ist, ist morgen der normale Standard."
Bernd Pischetsrieder, VW-Vorstandsvorsitzender

"E-Commerce ist eine Chance für unser Unternehmen." Dieser Meinung sind zwei Drittel aller kleinen und mittleren Unternehmen, die im Rahmen einer Studie von TechConsult befragt wurden. Kein Wunder also, dass beinahe genau so viele, nämlich 62%, mit einer Homepage im Internet vertreten sind.
Doch was genau erwarten all diese Unternehmen von der Chance E-Commerce und welche unternehmerischen Aufgaben lassen sich mittels E-Commerce effizient bewältigen?

Vor einigen Jahren noch wurde E-Commerce als Unterstützung von Handelsaktivitäten über Kommunikationsnetze bezeichnet. Diese Kommunikationsnetze waren damals sowohl Telefonnetze als auch die Post.
Anders als früher meint E-Commerce heute die Nutzung von Computernetzwerken und entsprechender Software zur Abwicklung von kommerziellen Aktivitäten. Die Nutzer von E-Commerce werden in nachfolgender Tabelle kategorisiert als private und gewerbliche Anbieter bzw. Nachfrager auf virtuellen Marktplätzen.

Abgrenzung zu E-Business und E-Procurement

E-Business ist die Unterstützung von Geschäftsprozessen und Beziehungen zwischen Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Kunden eines Unternehmens durch elektronische Medien.
Der Teilbereich E-Commerce ist derjenige Teil des E-Business, der auf die Vereinbarung und Abwicklung rechtsverbindlicher Geschäftstransaktionen mit Kunden ausgerichtet ist. Er umfasst die Transaktionsphasen Information, Vereinbarung und Abwicklung.
Dagegen ist E-Procurement die elektronische Unterstützung der Beschaffungsprozesse eines Unternehmens mittels der neuen Medien. Organisiert wird E-Procurement im Rahmen des Supply Chain Management (SCM), welches die beschaffungsorientierten Maßnahmen im gesamten E-Business-Konzept eines Unternehmens definiert.

Strategien zur Nutzung des Internet

Wie bei allen ökonomischen Entscheidungen sind beim Schritt ins Internet zwei Aspekte zu berücksichtigen:

  • Zum einen handelt es sich um die Kosten und
  • zum anderen um die Zielbestimmung.

Zur Auswahl der letztendlichen Strategie kann nun von beiden Seiten ausgegangen werden. Zur Entwicklung einer wirksamen Internetstrategie gehört außerdem neben der Definition der Ziele die Bestimmung der Ausgangsposition. Je nach Ausgangspunkt ergeben sich für die Erreichung der Ziele notwendige unterschiedliche Vorgehensweisen.
Folgende Punkte sind für die erfolgreiche Erstellung eines Internetangebots wichtig:

  • Definition der Zielgruppe und Gestaltung des Auftritts nach deren Bedürfnissen,
  • eine möglichst ausführliche Vorstellung des Unternehmens mit Anschrift, Telefonnummer etc. Es ist sehr wichtig, im anonymen Medium Internet Vertrauen zu schaffen. Potenzielle Kunden möchten sich möglichst schnell informieren können, wer ihnen etwas anbietet und wie derjenige bei Rückfragen zu erreichen ist.

Wichtig ist an dieser Stelle, Seriosität zu erzeugen:

  • Der Besucher muss die Möglichkeit erhalten, kommunizieren zu können, z. B. über E-Mail, Foren, Listen, Formulare, Telefon, Call-me-back-Button etc.
  • Eine kurze Zugriffzeit Ihrer Internetseite muss sichergestellt sein. Im Internet werden lange Wartezeiten regelmäßig mit dem Verlassen der Seite honoriert. Wenn potenzielle Kunden bereits im Stadium des Seitenabrufs abspringen, nützt Ihnen auch ein gelungener Web-Auftritt nichts mehr. Man sollte beachten, dass aufwändige oder animierte Grafiken die Ladezeit stark verlängern. Nach wie vor suchen die Anwender überwiegend schriftliche Inhalte.
  • Aktualität! Einer der Gründe, warum sich das Internet im Vergleich zu anderen Medien so rasant verbreitet hat, ist seine Aktualität. Der Internetnutzer erwartet auf Webseiten aktuelle Informationen - bei Produktkatalogen, Nachrichten, Dienstleistungsangeboten etc. Der Auftritt sollte regelmäßig aktualisiert werden und bei Änderungen
  • etwa der Konditionen oder Preise - sofort, damit der Kunde nicht zu falschen Bedingungen bestellt.

Zielkriterien einer Online-Strategie

Bevor Sie nun eine Internet-Präsenz aufbauen, sollten Sie sich darüber klar werden, welche Ziele Sie mit Ihrer Präsenz im Internet verfolgen wollen. Bei mehreren Zielen ist es notwendig, eine klare Einteilung der Website sicherstellen oder eventuell mehrere Seiten erstellen (lassen).
Mögliche Ziele sind:

  1. Die Verbesserung oder der Aufbau eines Images für Produkte, Dienstleistungen und Ihr Unternehmen. Der Aufbau eines Images für bislang unbekannte Produkte ist allerdings ohne konventionelle Marketingmaßnahmen nur sehr schwer möglich.
  2. Sie möchten Ihr Angebot präsentieren und dadurch potenzielle Kunden ansprechen. Ihre Webseiten werden dann in der Regel als Informationsangebot genutzt. Das heißt, der Besucher informiert sich auf Ihren Seiten beispielsweise über die technischen Besonderheiten eines Produkts. Ein Bestellvorgang wird dann nicht im Internet, sondern telefonisch, per E-Mail oder Briefpost generiert.
  3. Ihre Internetseiten stellen einen direkten Vertriebskanal für Ihre Produkte oder Dienstleistungen dar. Der Kunde informiert sich auf Ihren Seiten und bestellt direkt auf elektronischem Weg bei Ihnen. Sie benötigen dann eine Verkaufsfunktion. Dazu bietet sich die Einrichtung eines Online-Shop-Systems an.
  4. Sie bieten Ihren vorhandenen KundenZusatznutzen auf Ihren Seiten, um sie an Ihr Unternehmen und Ihr Angebot zu binden. Das können Sie beispielsweise durch Hintergrundinformationen oder Programme, die Sie zum Download anbieten, erreichen.

Die genannten Ziele stellen nur eine kleine Auswahl dar, die sich im Wirtschaftsleben ergeben können.

Mobile Commerce – Ein Ausblick

E-Commerce spielt sich momentan hauptsächlich an stationären Computersystemen ab. Die Nutzung von mobilen Computern wie Notebooks, Palmtops etc. nimmt jedoch immer mehr zu. Selbst moderne Handys mischen im Konzert der mobilen Internetnutzung – mehr oder weniger erfolgreich – mit. Mobile E-Commerce-Anwendungen werden daher in den nächsten Jahren verstärkt kommen.

Mit dem Aufbau der UMTS-Funknetze, die hohe Bandbreiten für mobile Geräte verfügbar machen, wird es auch für Menschen, die unterwegs sind, möglich, jederzeit im Netz zu surfen.
Technologisch wird M-Commerce weitere Schritte in Richtung Internet in seiner jetzigen Form machen. Bei welchen etablierten Standards sich das Mitmachen für einen breiten Kundenkreis dann wirtschaftlicher lohnt, bleibt abzuwarten.

Links und Literatur

  • Aus: Scheuch, Michael: Meine Firma im Internet E-Commerce für Klein- und Mittelbetriebe. Verlag moderne industrie 2002, ISBN 3-478-85430-X
  • Aus: Schubert, Petra; Selz, Dorian; Haertsch, Patrick: Digital erfolgreich – Fallstudien zu strategischen E-Business-Konzepten. 2. Aufl. Springer Verlag 2003; ISBN 3-540-43532-8
  • Bundesministerium für Wirtschaft (Hrsg.): e-facts – Informationen zum E-Commerce. Ausgabe 01/2000

Verwandte Themen
Tagcloud

Netzwerk Unternehmen Zukunft Intelligenz Motivation Verhalten Prozess Qualitätsmanagement Vision Mobile Marketing Veränderung Kundenzufriedenheit Zielvereinbarung Führung Entscheidung Krise Mitarbeitergespräch Instrument Mitarbeiter Trend Kompetenz Projekt Office Strategie Methode Bewerberauswahl Mensch Innovation Intuition Börse Kundenbindung social network Marketing Vertrieb Verwaltung Service Team Planung Organisation Kommunikation Netzwerksicherheit Erfolg Orientierung Ablauf Grundsätze Mitarbeiterbefragung Management Kunden Produkt Personal Organisationsentwicklung Ideen Führungstipps Commitment Zielgruppe Controlling IT E- ILTIS Wettbewerb Social Media System Beratung Lernen Potenzial Marke Qualität Internet Kultur Medien Projekt Mitarbeitermotivation Mentoring Telefonie Verkäufer CRM Führungsstil Karriere Change-Management Markterfolg Information Image Konflikt Kundenloyalität Nachhaltigkeit Finanzierung Markt Konkurrenz Kreativität Ethik Emotion Unternehmenskultur Loyalitätsmarketing Wandel Präsentation Regeln Akzeptanz Mitarbeiterbindung Psychologie Datenschutz Modell Leistung Messung Empfehlungsmarketing Value Führungskraft Projektmanagement Veränderungsprozess Kündigung Community Leadership Anwenderbetreuung Corporate Navigation Mitarbeiterzufriedenheit Kennzahlen Wissensmanagement Touchpoint Knigge Kommunikationsmodell IT-Trend Strategieverwirklichung HRM Manager Gehirntraining Verhandlung Checkliste Moderation Unternehmenskommunikation Kundenrückgewinnung Management by Akquise Erfahrungswissen Recruiting Bürgermeister Demographie High Potentials Profit Macht Coaching Kulturkompetenz Verbraucher Assessment Ziele Potenzialentwicklung Produktion Diversity Werte Verwaltung Energie Navigationsinstrument Risiko IT-Infrastruktur Dynamic Experience Mobile Erreichbarkeit Outsourcing E-Mail Prioritäten Widerstand Charisma Science of Happiness at Work Kommunalberatung Event Burn-Out Wachstum Research Resilienz Souveränität Authentizität Literatur Change Management Hörbuch Altersstruktur Mediation intrnational Visualisieren Kommune CSR CMS Anforderungsprofil Literatur Vertrieb Business-Ettikette Training Umwelt Weiterbildung

Neues bei ILTIS

Lean Services

Wie Sie den Change vom Kostenfaktor hin zum Qualitätsdienstleister meistern

Das erfahren Sie bei uns