E-Strategie

Deutsche Firmen ohne E-Strategie

"Das Internet ist Motor einer Wirtschaft, die ganzen Ländern, Unternehmen und einzelnen Menschen weltweit noch nie da gewesene Chancen eröffnet."
John Chambers, President and Chief Executive Officer,
Cisco Systems

Laut der aktuellen "e-reality-Studie" der Consulting Partner GmbH verfolgen über 75% der deutschen Unternehmen keine E-Business-Strategie. Es wurden hierzu Führungskräfte aus über 1.300 deutschen Unternehmen durch Infratest befragt. Die wesentlichen Potenziale des E-Business sind bekannt und werden auch gesehen, aber nicht in eine Gesamtstrategie eingebunden.

E-Strategie oder E-Business-Strategie ist der von einem Unternehmen bei Einführung und Betreibung des E-Business eingeschlagene Weg, der in die Gesamtstrategie des Unternehmens integriert sein muss. Dies gilt auch für den Fall, in dem ein Unternehmen einzelne Elemente der E-Business-Lösungen benutzt (z.B. B2B oder CRM).

Dem Autor der e-reality-Studie, Dr. Ralf Strauß zufolge, weicht eine E-Strategie von der klassischen Strategieentwicklung ab. Konsens besteht darin, dass vereinzelte webbasierte Aktivitäten eines Unternehmens nur "Insellösungen" sind, und im Unterschied zu einer konsistenten E-Strategie keinen Wettbewerbsvorteil bieten.

Folien Download, PDF 29 kB »

Lernen von den "Winnern"

Bezüglich des Einsatzes von E-Business Lösungen unterscheidet man, gemessen an der Benutzung einiger strategischer Elemente, zwischen den im E-Business erfolgreichen Firmen (die "Winner") und den nicht sehr erfolgreichen Firmen (die "Follower)":

  • Winner: Von ihrer Strategie ausgehend, nutzen sie systematisch Maßnahmen zur Online-Kundenbindung im Internet wie E-Procurement, One-to-One-Marketing und andere. Die Vorbereitung des Erfolgs durch Reorganisation der Prozesse gehört ebenfalls dazu.
  • Über 50 Prozent der Winner sammeln und verdichten Kundendaten und betreiben somit aktives Customer Relationship Management (CRM) (nur 29,1 Prozent der Follower tun es)
  • Gut funktionierendes Content Management: 91,2 Prozent der Winner aktualisieren ihre Websites täglich. Dagegen kümmern sich 45 Prozent der Follower eher unregelmäßig um die präsentierten Inhalte

Folien Download, PDF 27 kB »

Voraussetzungen für eine erfolgreiche E-Strategie

Nachfolgend einige Faktoren für eine erfolgbringende E-Strategie. Dabei ist bei der Betrachtung einzelner Vorschläge darauf zu achten, ob sie sich in die Gesamtstrategie der Firma integrieren lassen.

  • Flexibilität des Unternehmens d.h. die Bereitschaft, die bestehenden Unternehmensstrukturen zugunsten der einzelnen anzuwendenden E-Business-Komponenten zu verändern, kann als Kernvoraussetzung der erfolgreichen E-Strategie genannt werden.
  • Nachhaltigkeit, Konsequenz, Langfristigkeit bei der Einführung der E-Business-Komponenten.
  • Kenntnis der Erfordernisse des "elektronischen Marktes", die sich von denen der "Old Economy" unterscheiden: zu ihnen gehören u.a. Unvorhersehbarkeit der künftigen Marktentwicklung, Risikobereitschaft, nur kurzfristige Planbarkeit der nächsten Schritte, große Anzahl und Nähe der Konkurrenten und Nachahmer, stärkere Kundenorientierung.
    Ein Konzept, das diesen Unterschieden gerecht wird, ist das der Net Readiness, die leicht mit der Strategie des Unternehmens verknüpft werden kann.
  • Kenntnis der Potenziale des "neuen Marktes" (dazu gehören u.a. Kostenreduzierung bei Personal und Marketing, Verkürzung der Durchlaufzeiten, Ansprache neuer Kunden- und Marktsegmente, Schaffung von individualisierten Produkten für bessere Kundenbindung, etc.) und ihre Integration in die Gesamtstrategie des Unternehmens.
  • Wahl der Hard- und Software zu einem Zeitpunkt, an dem die Vorstellungen von Umfang und Art des Einstiegs der Firma ins E-Business klar und detailliert festgelegt sind. Um größtmögliche Vereinfachung der Geschäftsprozesse zu erzielen, empfiehlt sich eine Technologie, die auf möglichst viele Vorgänge anwendbar ist.
  • Gegebenenfalls Ausdehnung des E-Business des Unternehmens auf solche außerbetriebliche Geschäftsprozesse, wie Supply Chain Management und AfterSale-Services.
  • Umdenken vom produkt- zum kundenorientierten Unternehmen: Anwendung von CRM
  • Elektronische Vernetzung mit Gesellschaftspartnern nutzen und ausbauen durch Enterprise Application Integration (EAI): Dadurch werden die Geschäftsprozesse zwischen den Beteiligten trotz der verschiedenen IT-Systeme vereinfacht.

Wer hat eine E-Strategie am nötigsten?

Wenn man heutige und zukünftige Entwicklungen im Bereich des Internets betrachtet, fällt einem die wachsende Akzeptanz dieses Mediums sowohl unter den Privat-, als auch unter den Geschäftskunden auf. Diesem Trend kann sich auf Dauer kaum ein erfolgsorientiertes Unternehmen entziehen.

Andererseits wächst die Verunsicherung, wenn in der Presse ständig von Dot-com-Pleiten zu lesen ist. Demgegenüber stehen die Erfolgsstories im E-Business-Bereich. Diese werden von Firmen geschrieben, die mit ihrer E-Strategie den Sprung nach vorne geschafft haben. Oft spielt dabei auch die bestimmte Situation bzw. Entwicklungsetappe des Unternehmens oder der Zeitpunkt, zu dem die strategische Eroberung des E-Marktes einsetzt, eine große Rolle.

Experten zufolge braucht also am dringendsten das Unternehmen eine E-Strategie, auf das mindestens drei der folgenden Kriterien zutreffen:

  • Das Unternehmen gehört zu den first movers oder fast followers in seiner Branche.
  • Unabhängig von der Branchenzugehörigkeit hat sich das Unternehmen bereits auf dem internationalen Markt etabliert.
  • Das Internet birgt großes Innovationspotenzial für das derzeit bestehende Geschäftsmodell und die gegenwärtige Wertschöpfungskette des Unternehmens.
  • Die ersten Erfahrungen mit E-Business wurden bereits gemacht.
  • Die unmittelbaren Konkurrenten nutzen das Internet als Vertriebsweg.

Links und Literatur

Tagcloud

Netzwerk Unternehmen Zukunft Intelligenz Motivation Verhalten Prozess Qualitätsmanagement Vision Mobile Marketing Veränderung Kundenzufriedenheit Zielvereinbarung Führung Entscheidung Krise Mitarbeitergespräch Instrument Mitarbeiter Trend Kompetenz Projekt Office Strategie Methode Bewerberauswahl Mensch Innovation Intuition Börse Kundenbindung social network Marketing Vertrieb Verwaltung Service Team Planung Organisation Kommunikation Netzwerksicherheit Erfolg Orientierung Ablauf Grundsätze Mitarbeiterbefragung Management Kunden Produkt Personal Organisationsentwicklung Ideen Führungstipps Commitment Zielgruppe Controlling IT E- ILTIS Wettbewerb Social Media System Beratung Lernen Potenzial Marke Qualität Internet Kultur Medien Projekt Mitarbeitermotivation Mentoring Telefonie Verkäufer CRM Führungsstil Karriere Change-Management Markterfolg Information Image Konflikt Kundenloyalität Nachhaltigkeit Finanzierung Markt Konkurrenz Kreativität Ethik Emotion Unternehmenskultur Loyalitätsmarketing Wandel Präsentation Regeln Akzeptanz Mitarbeiterbindung Psychologie Datenschutz Modell Leistung Messung Empfehlungsmarketing Value Führungskraft Projektmanagement Veränderungsprozess Kündigung Community Leadership Anwenderbetreuung Corporate Navigation Mitarbeiterzufriedenheit Kennzahlen Wissensmanagement Touchpoint Knigge Kommunikationsmodell IT-Trend Strategieverwirklichung HRM Manager Gehirntraining Verhandlung Checkliste Moderation Unternehmenskommunikation Kundenrückgewinnung Management by Akquise Erfahrungswissen Recruiting Bürgermeister Demographie High Potentials Profit Macht Coaching Kulturkompetenz Verbraucher Assessment Ziele Potenzialentwicklung Produktion Diversity Werte Verwaltung Energie Navigationsinstrument Risiko IT-Infrastruktur Dynamic Experience Mobile Erreichbarkeit Outsourcing E-Mail Prioritäten Widerstand Charisma Science of Happiness at Work Kommunalberatung Event Burn-Out Wachstum Research Resilienz Souveränität Authentizität Literatur Change Management Hörbuch Altersstruktur Mediation intrnational Visualisieren Kommune CSR CMS Anforderungsprofil Literatur Vertrieb Business-Ettikette Training Umwelt Weiterbildung

Neues bei ILTIS

Lean Services

Wie Sie den Change vom Kostenfaktor hin zum Qualitätsdienstleister meistern

Das erfahren Sie bei uns