EFQM - European Foundation for Quality Management

Sich regelmässig selbst bewerten

Die EFQM, 1987 von vierzehn namhaften europäischen Unternehmen in Brüssel gegründet, entwickelte Anfang der neunziger Jahre ein Managementsystem, das inzwischen in tausenden Unternehmen als Grundlage gilt.

Seit 1992 wird auf europäischer Ebene jährlich der European Quality Award (EQA) vergeben; unter anderen konnten sich Unternehmen wie DaimlerChrysler, Siemens, Rank Xerox mit dieser Trophäe schmücken. In Deutschland vergibt die Deutsche Sektion der EFQM den inhaltsgleichen Ludwig-Erhard-Preis. Als Vorbild diente der amerikanische Malcolm Baldrige National Quality Award (MBNQA).

Das EFQM-Modell (European Foundation for Quality Management) ist in den vergangenen Jahren zu einem weitgehend anerkannten Instrument der Unternehmensbewertung und Unternehmensausrichtung bezüglich eines umfassenden Qualitätsmanagements geworden. Im Gegensatz zu Qualitätsmanagement-Modellen wie demjenigen der ISO ist beim EFQM-Modell keine Zertifizierung durch eine unabhängige Instanz vorgesehen.

EFQM basiert auf dem Gedanken der periodischen Selbstbewertung (self assessment), um Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln. Das Excellence-Modell misst sich an den Besten, so z.B. durch Benchmarking.

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Das Modell-Prinzip

Das EFQM-Modell und dessen Anwendung sind das Hauptprodukt der EFQM. Das Grundschema des EFQM-Modells hat sich seit Anbeginn nicht verändert. Es basiert auf den drei fundamentalen Säulen des TQM - nämlich die gleichzeitige Betrachtung von Menschen, Prozessen und Ergebnissen.

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EFQM-Modell für Excellence

Unschwer sind die drei Hauptsäulen in den senkrechten Kästen wieder zu erkennen, die die Grundbestandteile des Modells bilden. Die jeweils dazwischenliegenden, waagrechten Kästen sind eine weitere Unterteilung und geben an, mit welchen Mitteln die Umsetzung des Modells erreicht werden soll und welche Zwischenergebnisse dafür erforderlich sind. Grundsätzlich erklärt das Modell, dass eine Führungsmannschaft Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit und Einfluss auf die Gesellschaft erreichen kann durch strategisches Denken und Handeln, Mitarbeiterorientierung und Management von Partnerschaften und Ressourcen. Im Zusammenspiel mit Geschäftsprozessen führt dies zu Excellence in Unternehmensergebnissen.

Innovation und Lernen (Wissensmanagement) umfassen dabei den gesamten Modellzyklus und werden somit auf alle zuvor genannten Kriterien angewendet.

Als zweites ist zu ersehen, dass das Modell in zwei große Abschnitte eingeteilt ist in Befähiger und Ergebnisse, die jeweils die Hälfte des Gesamtmodells in der Bewertung ausmachen. Dies ist eines der fundamentalen Erkenntnisse des TQM-Modells, dass es nicht ausreicht, Ergebnisse zu managen, sondern dass es erforderlich ist, die Vorgehensweise dazu (die Befähiger) einzubeziehen.

Deshalb wird auch die Hälfte der Gewichtung auf die Vorgehensweise gelegt, obwohl es Ergebnisse sind, die letztlich erreicht werden sollen. Mit den Ergebnissen wird definiert, was die Organisation erreicht hat und erreichen will, mit den Befähigern, wie sie dabei vorgehen will und mit welchen Mitteln und Wegen sie die Ergebnisse erarbeiten will.

Eine weitere Differenzierung erfolgt durch die relative Gewichtung der einzelnen Kriterien, wie sie in Prozentzahlen in den einzelnen Kriterienkästen dargestellt sind. Die Prozentzahlen ergeben zusammen 100 % und geben somit den relativen Anteil des Einzelkriteriums am Gesamtmodell an.

Diese Gewichtung wurde mit Schaffung des Modells von den Gründerfirmen als für den Unternehmenserfolg wichtig angesehen und ist seit der ersten Fassung des EFQM-Modells unverändert geblieben.

Mit konkreten Vorschriften hält sich das Konzept zurück; die firmenindividuelle Anpassungsfähigkeit und Umsetzbarkeit steht im Vordergrund. Durch dieses Modell wird ein Bewertungsrahmen vorgegeben, doch in der Ausgestaltung dieses Rahmen haben die anwendenden Unternehmen freie Hand.

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Bewerten mit RADAR

Jedes der neun Kriterien (z.B. Führung, Prozesse) des EFQM-Modells ist in mehrere Unterkriterien aufgeteilt. Die Bewertung der einzelnen Unterkriterien erfolgt nach dem RADAR-Prinzip. Die Bewertung ist nach einer inhärenten PDSA-Logik (Plan-Do-Study-Action; dt. Planen-Ausführen-Studieren-Handeln) von dem US-amerikanischen Professor W.E. Deming aufgebaut, indem sie von den Ergebnissen ausgeht und dazu Vorgehensweise, Umsetzung und Bewertung als folgerichtige Schritte einsetzt:

  • Results (Ergebnisse)
    Das Unternehmen muss die Ergebnisse festlegen, die sie mit Hilfe ihrer Politik und Strategie erreichen will. Dabei müssen die verschiedenen Interessengruppen (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten) berücksichtigt werden.
  • Strategische Planung und Entwicklung von Vorgehensweisen, um die angestrebten Ergebnisse zu erreichen.
  • Deployment (Umsetzung)
    Systematische Umsetzung der geplanten Vorgehensweise.
  • Assessment (Bewertung) und Review (Nachprüfung)
    Bewertung und Begutachtung der durchgeführten Maßnahmen. Diese werden regelmäßig gemessen, Lernaktivitäten werden vorgenommen und daraus Maßnahmen abgeleitet, um Verbesserungen zu identifizieren und einzuführen.

Links und Literatur

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