Entscheidungen

Was wäre wenn?

Welchen Bewerber stelle ich ein? Soll ich den Job annehmen oder nicht? Welche meiner Ideen taugt am besten, neue Kunden zu gewinnen? Egal ob Unternehmer, Führungskraft oder Privatperson: Jeder muss Entscheidungen treffen.

Offen bleibt jedoch, wie man sich "richtig" entscheidet. Geht das überhaupt? Oder ist es nicht vielmehr so, dass man zum jeweiligen Zeitpunkt die dann richtige Entscheidung zu treffen hat?

Es gilt, aus den vorliegenden Informationen das Beste zu machen.

So beziehen sich Entscheidungen der Unternehmensführung auf Grundsätze, Zielsetzung, Planung, Steuerung, Realisierung, Kontrolle, Analyse und Strategiefindung. Anlässe können die Wahl der Rechtsform, des Standorts, der Betätigungsfelder, der Aufbau- und Ablauforganisation oder Investitionsentscheidungen sein.

Gründe für Entscheidungsprozesse und deren Gestaltung gibt es viele. Der Unterschied liegt jeweils darin, wie langfristig sich Entscheidungen auswirken, inwieweit sie nachfolgende Entscheidungen beeinflussen und mit welchem Einsatz sie korrigierbar sind.

Je nachdem ist umso mehr Sorgfalt, Risikoabschätzung und Sammeln von Informationen über zukünftige Entwicklungen erforderlich. Aber es sind nicht nur strategische Entscheidungen, die uns beschäftigen. Öfter konfrontiert wird man mit so genannten Tagesentscheidungen, bei denen der rechtzeitige Entschluss im Vordergrund steht.

Entscheidungen fallen immer und überall an: auf allen Ebenen und in allen Bereichen, wo Führungsverantwortung wahrgenommen oder selbstständig Dispositionen getroffen werden.

Um aber den Entscheidungsanlass angemessen beurteilen zu können, ist ausschlaggebend, dass Führungskräfte oder Mitarbeiter genügend Informationen über die einzelnen Phasen des Entscheidungsprozess haben. So können je nach Anlass bestimmte Kriterien stärker gewichtet oder einzelne Entscheidungen sogar vernachlässigt werden. Führungsverantwortung ist also eng mit der Verantwortung für den Entscheidungsprozess verbunden.

Der Entscheidungsprozess

Es gibt verschiedene Methoden, mit deren Hilfe man Entscheidungsprozesse optimal und effektiv gestalten, Vor- und Nachteile abwägen und Konsequenzen und Möglichkeiten bewerten kann.

1. Entscheidungsbedarf: Welches Ziel soll erreicht werden?

Wurde ein Entscheidungsbedarf festgestellt, ist im ersten Schritt die zu treffende Entscheidung vorzubereiten.  Dazu gehört unter anderem, Ziele zu definieren. Denn es ist wichtig, zu wissen, was man überhaupt erreichen will: Worum geht es und welches Ziel soll erreicht werden?

Hilfreich ist es, wenn die Zieldefinition positiv und so konkret als möglich formuliert wird. Also wenn wahrnehmbare Ergebnisse/Ziele formuliert werden, die messbar und beobachtbar sind. Gut wäre es, wenn auch schon Verantwortliche und Rahmenbedingungen schon benannt werden.

Am besten klärt man den Entscheidungsumfang und die Alternativen mit den Verantwortlichen ab. Denn je nach Umfang und Tragweite der anstehenden Entscheidung sind die verschiedensten Personen und/oder Gremien einzubeziehen.

2. Entscheidungskriterien entwickeln

Dann geht es darum, Entscheidungskriterien zu entwickeln. Hierzu werden relevante Fakten gesammelt und auch Aspekte einbezogen, die man eigentlich gerne ignorieren würde.

Diese Fakten sind so aufzubereiten, dass sie als Entscheidungsgrundlage taugen. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen (siehe auch Kreativitätstechniken).

Im Rahmen von Entscheidungsmethoden, kann die CAF (Consider all Facts)-Methode nach dem Psychologen und Business-Trainer Edward de Bono angewandt werden. Hierbei wird eine Liste mit allen entscheidungsrelevanten Faktoren erstellt.

Bei komplexeren Entscheidungen ist es unmöglich, alle relevanten Faktoren abzuwägen. Ein CAF allein ist deshalb nur eine Basis, um Prioritäten zu setzen. Eine geeignetere Methode hierfür ist die PMI (Plus-Minus-Interesting)-Methode, ebenfalls nach Edward de Bono. Die Auswirkungen einer Entscheidung können damit besser eingeschätzt werden.

Die entwickelten Kriterien werden bei dieser Methode mit Plus- oder Minuspunkten bewertet. Gleichzeitig visualisiert die Plus-/Minuseinteilung die Entscheidung. Eine komplexere Darstellungsmöglichkeit bietet der Entscheidungsbaum.

Sollen mehrere Alternativen gegeneinander abgewägt, kann eine Entscheidungsmatrix helfen.

3. Entscheiden und umsetzen

Im letzen Schritt ist Entscheidung herbeizuführen. Der Moment der "Wahrheit" ist also gekommen. Je nach Auswirkung, Konsequenzen und Tragweite der Entscheidung ist im entsprechenden Gremium mit allen Beteiligten gemeinsam zu entscheiden.

Genauso wichtig wie die Vorbereitung hinsichtlich der Entscheidung ist ihre Nachbereitung. Dies umfasst eine Dokumentation mit Hintergründen und Argumentation als auch eine Vereinbarung zur Sprachregelung hinsichtlich der Entscheidung.

Danach geht es an die Umsetzung und das regelmäßige Controlling, so dass das gewünschte Ziel auch erreicht wird. Denn was bringt eine aufwändige Entscheidungsfindung und der Einsatz verschiedenster Methoden, wenn danach keine Maßnahmen zur Erreichung des Ziels getroffen werden? Eine enge Schnittstelle zum Projektmanagement ist auf jeden Fall erforderlich, so dass geplante Maßnahmen nicht im Sande verlaufen und es "mal wieder" bei einer Papierentscheidung bleibt.

Eine Auswahl an Methoden

Es gibt verschiedene Methoden, mit deren Hilfe man Entscheidungsprozesse optimal und effektiv gestalten, die Vor- und Nachteile abwägen und Konsequenzen und Möglichkeiten bewerten kann.

Es gibt verschiedene Methoden, mit deren Hilfe man Entscheidungsprozesse optimal und effektiv gestalten, die Vor- und Nachteile abwägen und Konsequenzen und Möglichkeiten bewerten kann.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Thema Entscheidungsmethoden.

Fazit

Für Entscheidungsträger gilt:

Bei möglichen Entscheidungsalternativen sollte immer klar zwischen Nutzen/Wirkung (Was bringt mir das?) und Konsequenzen (Was kostet mich das? Wie lange dauert das?) abgewägt werden.

Darüber hinaus werden mögliche Alternativen nicht nur nach den oben genannten Kriterien vorgeschlagen, sondern sie passen auch in Passung zur Kultur und Gesamtstrategie des Unternehmens, zum Auftrag, den Zielen und Erfolgstreibern innerhalb des Projekts.

Nur wenn Transparenz über Nutzen und Konsequenzen der Entscheidungsalternativen geschaffen ist, können Sie als Führungskraft bewusst entscheiden.

Transpartente Alternativen machen Entscheidungen auch gegenüber Mitentscheidern und Beteiligten überzeugend und nachvollziehbar. Dies schafft nicht nur Orientierung und Überzeugung, sondern erlaubt Führungskräften auch ein abgestimmtes Vorgehen und erhöht durch das geschaffene Commitment die Sicherheit für den Projekterfolg.

Autor

Wir von der ILTIS GmbH wissen, Entscheidungen sind das "tägliche Brot" für Führungskräfte: Ob es sich nun um strategische Entscheidungen für die Zukunft oder um operative Entscheidungen innerhalb der Umsetzung einer gewählten Strategie handelt.

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