Faustregeln

Faustregeln versuchen Orientierung zu geben, wo der Einsatz von Kennzahlen zu aufwendig oder zeitraubend wäre. Diese Regeln gelten stets für ein klares Anwendungsgebiet. Außerhalb dieses Gebiets sind sie wertlos.

Sie geben eine Handlungsorientierung im Sinne von "passt üblicherweise in etwa", sind einfach anzuwenden und zu merken. Faustregeln werden häufig in der Projektarbeit eingesetzt, um Entscheidungen auf Plausibilität zu testen oder um Schätzungen vorzunehmen.

Wird eine wichtige Entscheidung unter Zuhilfenahme einer Faustregel getroffen, sollte spätestens danach eine Analyse der Rahmenbedingungen und eine genauere Einschätzung vorgenommen werden.

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Beispiele für Faustregeln

  • Aufwand für Projektmanagement (1)
    Ab sieben Vollzeit-Projektmitarbeitern ist das Projektmanagement in der Regel eine Vollzeit-Aufgabe.

  • Aufwand für Projektmanagement (2)
    Der Aufwand für Projektmanagement beträgt etwa 15% des Gesamtaufwands, bei Projekten unter 4 Personen circa 25%.

  • Aufwand für Projektmanagement (3)
    Die Projektadministration (Planungen, Verhandlungen, Kontollen etc.) nimmt im Verlauf eines Projekts tendenziell zu.

  • Parkinson´sches Gesetz
    Die Arbeit dehnt sich soweit aus, daß die verfügbare Zeit verbraucht wird, d.h. die Projektkosten richten sich nach verfügbaren Resssourcen.
    Beispiel: Wenn die Software in 12 Monaten geliefert werden muß und fünf Mitarbeiter verfügbar sind, wird der Aufwand auf etwa 60 Personenmonate geschätzt werden.

Links und Literatur

  • Werner Gleißner: Faustregeln für Unternehmer, Gabler 2000, ISBN 3-409-18688-3.

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