Global Compact

Definition

Mit mehr als 5.000 teilnehmenden Unternehmen ist der Global Compact heute das weltweit größte und wichtigste Netzwerk für unternehmerische Verantwortung und Corporate Social Responsibility (CSR).

Die Vereinten Nationen bieten hier als supranationale Organisation nicht nur einen einzigartigen, sondern auch angemessenen Rahmen, um über die gerechte Ausgestaltung von Globalisierung zu diskutieren. Dazu bietet der Global Compact Unternehmen die Möglichkeit, sich gemeinsam mit anderen Teilnehmern über Ideen und gelungene Projekte auszutauschen. Im Dialog mit staatlichen und nicht-staatlichen Vertretern werden auf freiwilliger Basis Partnerschaften initiiert und praktikable Ansätze entwickelt.

Der Global Compact ist eine aktionsorientierte Lern- und Dialogplattform. Es werden best practices zur Umsetzung der zehn Prinzipien bekannt gemacht und gefördert. Der Global Compact stützt sich dabei auf das freiwillige Engagement der Teilnehmer – mit einem Minimum an Extra-Formalitäten und Bürokratie. Er versteht sich nicht als Regulierungsinstrument. 

Möglichkeiten, sich zu engagieren

1) Dialog

Der Global Compact unterstützt handlungsorientierte Politikdialoge, die konkrete Fragen behandeln. Themen sind z.B. „Die Rolle des Privatsektors in Konfliktregionen“ oder „Finanzwirtschaft und unternehmerische Verantwortung“.

2) Lernforum

Das wichtigste Kommunikationsinstrument des Global Compact sind „Communication on Progress“ (CoP), die so genannten Fortschrittsmitteilungen der Unternehmen. Diese dokumentieren die Umsetzung der zehn Prinzipien in den Kernbereichen des Unternehmens.

3) Partnerschaftsprojekte

Unternehmen werden motiviert, mit der UN und Institutionen der Zivilgesellschaft Partnerschaftsprojekte einzugehen und damit zur Erreichung der Millenniums Entwicklungsziele (MDGs) beizutragen.

4) Netzwerke

Nationale Netzwerke unterstützen die Umsetzung der zehn Prinzipien vor Ort durch lokale Lernforen, Fachgespräche sowie Projekte und tragen so zur Qualitätssicherung und nationalen Verankerung der Initiative bei.

Zehn Prinzipien

Mit dem Beitritt zum Global Compact erklärt ein teilnehmendes Unternehmen bzw. eine teilnehmende Organisation ausdrücklich, die zehn Global Compact-Prinzipien innerhalb seines/ihres Einflussbereiches als Katalog von Grundwerten umzusetzen.

Menschenrechte

  • Prinzip 1:
    Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte innerhalb ihres Einflussbereichs unterstützen und achten und

  • Prinzip 2:
    sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.

Arbeitsnormen

  • Prinzip 3:
    Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren sowie ferner für

  • Prinzip 4:
    die Beseitigung aller Formen der Zwangsarbeit,

  • Prinzip 5:
    die Abschaffung der Kinderarbeit und

  • Prinzip 6:
    die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Beschäftigung eintreten.

Umweltschutz

  • Prinzip 7:
    Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen einen vorsorgenden Ansatz unterstützen,

  • Prinzip 8:
    Initiativen ergreifen, um ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu erzeugen und

  • Prinzip 9:
    die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien fördern.

Korruptionsbekämpfung

  • Prinzip 10:
    Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung. 

Die zehn Prinzipien leiten sich aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisationen (ILO) und den Grundsätzen der Erklärung von Rio zu Umwelt und Entwicklung ab.

Deutsches Global Compact Netzwerk (DGCN)

Staabsstelle Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Reichpietschufer 20
10785 Berlin

Tel.:  +49 (0) 30 72614-204
Fax.:  +49 (0) 30 72614-130

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