Knowledge Communities

Wissensaustausch fördern und ermöglichen

„Es geht nicht um Wissensmanagement, es geht um Wissensaustausch.“
Lawrence Prusak

Gemeinschaften im Internet (Internet Communities) zum Wissensaustausch nennt man Knowledge Communities. Wissen ist in den Köpfen der Menschen. Um Wissen auszutauschen, müssen sich diese Menschen treffen -real oder virtuell -, miteinander kommunizieren und sich kennen lernen. Menschen, die sich kennen, können ihr Wissen besser austauschen. Der Aufbau und die Pflege der Beziehungen geschieht dabei orts- und zeitunabhängig in solchen Communities.

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Sieben Stufen eines Wissensaustausch-Prozesses

Der Prozess des Wissensaustausches lässt sich in Form von sieben Stufen beschreiben:

  • Problembewußtsein
    Was möchte ich wissen? Welches Wissen brauche ich für mein Problem? Wie ist mein Wissensstand auf diesem Gebiet? Wie kann ich mein Problem formulieren?
  • Transparenz
    Wer besitzt dieses Wissen? Wo kann ich Informationen über dieses Wissen finden? Wer arbeitet am Thema oder in diesem Bereich? Wie komme ich dahin?
  • Organisation
    Wann und wie ist derjenige erreichbar, der meine Frage beantworten kann?
  • Kommunikation
    Welche technischen Möglichkeiten zur Kommunikation kann ich einsetzen bzw. welche sind sinnvoll?
  • Motivation
    Warum will mein Gesprächspartner Zeit und Wissen investieren, um mir zu helfen?
  • Formulierung
    Kann mein Gesprächspartner sein Wissen in eine mir verständliche Form bringen, die meinen Wissenstand berücksichtigt? Kennt er sich mit den Medien aus, die eine optimale Übertragung ermöglichen?
  • Vertrauen
    Verstehe ich seine Antwort richtig? Kann ich ihr vertrauen?

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Sieben Grundpfeiler von Knowledge Communities

Lebendige und stark genutzte Knowledge Communities stützen sich auf sieben Grundpfeiler:

  • Geben und Nehmen lohnt sich
    Bei jedem Handel glauben beide Seiten zu gewinnen, sonst würde er nicht zustande kommen.
  • Ein Währungssystem für Wissen
    Ein expliziter Wissensmarkt braucht explizite Entlohnung des Wissensaustausches.
  • Wissensorganisation durch Wissensnetze
    Die Qualität der Wissensorganisation entscheidet, ob sich Anbieter und Nachfrager auf einem Wissenmarkt finden.
  • Das zentrale Regelwerk
    Das Regelwerk schafft die Basis für ein gemeinsames Verständnis einer Knowledge Community.
  • Das Steuerungszentrum von Wissensnetzen
    Die Sicherstellung der Qualität durch Kontrolle ist für komplexe und häufig auftretende Fragestellungen Gift.
  • Marktkatalysatoren für Wissensmärkte
    Es gibt Marktmechanismen, die nur in elektronischen Märkten funktionieren.
  • Die oberste Direktive: Keine Beeinträchtigung der bestehenden Wissenslandschaft
    Der bestehende Wissensaustausch ist ein wertvolles Gut, das es zu schützen gilt.

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Aufbau einer Knowledge Community

Der Aufbau einer Knowledge Community vollzieht sich idealerweise in sieben Phasen. Die ersten vier haben vorbereitenden Charakter. Die fünfte Phase beschreibt die eigentliche Einsatzphase, die sechste ist eine Konsolidierungsphase und die siebte bereitet der Nachfolge-Community den Weg.

Die sieben Phasen des Aufbaus lassen sich im Einzelnen wie folgt charakterisieren:

  • Analysephase
    In dieser Phase konstituiert sich das Kernteam des Projektes. Hauptaufgabe ist die Beleuchtung des momentanen Zustands des Wissensaustausches der Firma aus verschiedenen Perspektiven.
  • Richtungsbestimmung
    In dieser Phase wird der grobe Weg der Einführung festgelegt, eine Marketingstrategie für die Einführung der Knowledge Community entworfen und die Bereitstellung der fehlenden Technik auf den Weg gebracht.
  • Vorbereitungsphase
    In dieser Phase werden erste Marketingmaßnahmen durchgeführt, die zugrunde liegende Technik geprüft und die erste Netzstruktur mit Städten, Stadtvierteln, Straßen und Shops aufgebaut.
  • Startphase
    In dieser Phase wird die Knowledge Community mit ihrer ersten Struktur für alle Mitarbeiter freigegeben. Es wird eine Marketingoffensive gestartet und die Community wird an den tatsächlichen Bedarf angepaßt.
  • Flugphase
    In dieser Phase wird die Knowledge Community von der Administration nur noch in Ausnahmefällen, über definierte Parameter, beeinflußt. Wichtigstes Kriterium ist das gesunde Wachstum der Community.
  • Korrekturphase
    In dieser Phase werden Fehlentwicklungen korrigiert. Die möglichen Eingriffe in die Community-Struktur und das Regelwerk gehen über die möglichen Eingriffe in der Flugphase hinaus. Wichtigste Aufgabe ist das Auffinden von Überflüssigem in der Knowledge Community.
  • Landung
    In dieser Phase wird die Community kontrolliert zurückgefahren, um einer neuen Platz zu machen. Dabei muß darauf geachtet werden, daß die gemachten Erfahrungen nicht verloren gehen. Die Landung bezeichnet für eine Knowledge Community einen Generationswechsel.

Links und Literatur

  • Die offizielle Homepage zum unten angeführten Buch:
    http://www.knowledge-communities.de/
  • SCHMIDT, M.P. (2000): Knowledge Communities. Mit virtuellen Wissensmärkten das Wissen im Unternehmen effektiv nutzen. München 2000.

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