Mitarbeiterbeteiligung

Kooperation statt Klassenkampf

Vor 30 Jahren noch eine Frage der sozialen Verteilungsgerechtigkeit entdecken heute neben dynamischen Start-ups auch viele mittelständische Betriebe die Unternehmensbeteiligung als Instrument im Wettbewerb um Kunden, Talente und Kapital.

Die Möglichkeiten für einen Unternehmer, seine Mitarbeiter in die unternehmerische Verantwortung einzubeziehen, sind heute enorm vielfältig (Vgl. Intrapreneure). Die Palette der durchführbaren Modelle hält für jede Betriebsform passende Angebote bereit.

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Ebenso vielfältig ist der Nutzen, den der Unternehmer aus einer Mitarbeiterbeteiligung zieht: Fach- und Führungskräfte werden an das Unternehmen gebunden, die Beteiligung geht einher mit einer Kapitalerhöhung und nicht zuletzt sind die Mitarbeiter direkt am Unternehmensziel interessiert und deshalb motivierter.

Wechselseitige Vorteile

Den Vorteilen für den Unternehmer ...

Durch Partizipation wird wirtschaftliches Denken auf allen Ebenen des Unternehmens gefördert. Die Mitarbeiter werden sich ihrer Verantwortung für das gemeinsame Ergebnis bewusst. Wer seine Belegschaft an diesem Ergebnis - ob Erfolg oder Misserfolg - finanziell teilhaben lässt, schafft Motivation und gewinnt eine leistungsbereite Mannschaft.

In Zeiten eines verschärften Wettbewerbs auch um Kapital ist in der Mitarbeiterbeteiligung ebenfalls eine Möglichkeit der Kapitalbeschaffung zu sehen. Da außerdem die Gewinnbeteiligung mit entsprechend niedrigeren Fixgehältern kombiniert werden kann, erreicht der Betrieb eine Flexibilisierung der Personalkosten.

Durch die Bindung, die ein Mitarbeiter durch eine Beteiligung eingeht, gewinnt die Firma einen entscheidenden Vorteil im War of Talents. Fachkräfte können so für längere Zeit an das Unternehmen gebunden werden.

... steht der Nutzen für den Mitarbeiter gegenüber

Neben den Aussichten auf zum Teil hohe Aktiengewinne, lassen sich die Unternehmensbeteiligungen in manchen Modellen auch als private Altersvorsorge realisieren.

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Modelle der Mitarbeiterbeteiligung

Welches Modell der Mitarbeiterbeteiligung jeweils das richtige ist, entscheidet sich zum einen an der Rechtsform des Unternehmens und zum anderen an dem Maß an Mitspracherecht, das der Unternehmer seinen Mitarbeitern einräumen möchte. Grundsätzlich lassen sich drei Formen unterscheiden:

  • Eigenkapitalbeteiligung durch Belegschaftsaktien, Aktienoptionen (Stock Options) oder GmbH-Anteilen. Bei Stock Options erhält der Mitarbeiter das Recht, Aktien zu einem vorher festgelegten Kurs zu kaufen. Da die Optionen für gewöhnlich nicht vor Ablauf einer bestimmten Frist (z.B. 2 Jahre) ausgeübt werden können, erfüllen Stock Options die Vorteilsfaktoren Motivation und Bindung an das Unternehmen in hohem Maße.

  • Eine Fremdkapitalbeteiligung ist zum Beispiel durch Mitarbeiterdarlehen möglich. Bei diesem einfachsten Modell der Partizipation geben die Mitarbeiter dem Arbeitgeber ein Darlehen. Dieses kann vom Unternehmer durch eine Bankbürgschaft oder Versicherung abgesichert werden, so dass das Risiko für die Belegschaft praktisch verschwindet.

  • Eine Mischform von Eigenkapital- und Fremdkapitalbeteiligung liegt bei Genussrechten bzw. Genuss-Scheinen und der stillen Beteiligung vor. In beiden Fälle existiert eine Beteiligung am Unternehmenserfolg, der jedoch keine Mitspracherechte gegenüberstehen.

Die Auswahl und Realisierung des passenden Modells wird am besten in engem Kontakt mit der Belegschaft und einem spezialisierten Dienstleister vorgenommen. Hier hilft beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirschaft (AGP).

Mögliche Probleme und Schwierigkeiten

Auch wenn die Mitarbeiterbeteiligung weitgehendst von Vorteilen geprägt ist, gilt es auch den möglichen Problemen Aufmerksamkeit zu schenken.

Auf Seiten des Unternehmers besteht oft die Sorge, durch die Einbeziehung der Mitarbeiter einen Kontrollverlust über den Betrieb zu erleiden. Diesem Problem kann nur durch große Sorgfalt bei der Auswahl des richtigen Modells begegnet werden.

Leider sind auch die steuerlichen Rahmenbedingungen für eine Mitarbeiterbeteiligung bisher noch wenig zufriedenstellend. Deutschland hinkt hier im europäischen Vergleich um etwa 10 Jahre hinterher. Ankündigungen von Wirtschaftsminister Werner Müller geben jedoch zu der Hoffnung Anlass, dass sich die Situation noch im Laufe des Jahres 2001 verbessern wird.

Für Mitarbeiter schließlich, die berufliche Mobilität zu ihren persönlichen Präferenzen zählen, könnte sich die Bindung an ein Unternehmen schnell als Nachteil erweisen. Sie erleben die finanzielle Partizipation als "goldene Handschellen".

Links und Literatur

Aus: aufgeführte Studie von der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft (AGP) und der Gesellschaft für innerbetriebliche Zusammenarbeit GmbH (GIZ)

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