Nachfolgeplanung - Duales Studium und warum Unternehmen davon profitieren

Duale Studiengänge sind unter Abiturienten sehr begehrt. Das hat zum einen den Grund, dass eine Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium nicht getroffen werden muss. Außerdem lassen sich viele Schulabgänger von der monatlichen Vergütung locken – diese würde beim regulären Hochschulbesuch entfallen. Doch auch für Unternehmen lohnt es sich, duale Studiengänge in den Betrieb zu integrieren. Auf diese Weise lassen sich Nachwuchskräfte nicht nur ausbilden, sondern auch auf die individuellen Gegebenheiten im Unternehmen anpassen. Sie werden in vielen Fällen nach Abschluss des Studiums übernommen.

Aus dem speziellen Ausbildungsverhältnis ergeben sich für das Unternehmen sowohl Vor- als auch Nachteile. Bevor also ein duales Studium ins Ausbildungsprogramm aufgenommen wird, sollte eine Auseinandersetzung mit diesen erfolgen.

Die richtige Informationsbeschaffung

Das Informationsangebot zu der Beschaffenheit eines dualen Studiums ist vielfältig. Sowohl im World Wide Web, als auch auf den Websites von Hochschulen und Partner- beziehungsweise Konkurrenzunternehmen kann das Unternehmen sich zusätzlich schlau machen. Auch der Besuch von Job- und Ausbildungsmessen ist sinnvoll – sie stellen nicht nur für den potenziellen Studenten eine geeignete erste Anlaufstelle dar.

Neben der sachlichen Präsentation von Daten und Fakten lassen sich auch persönliche Erfahrungsberichte finden. Mithilfe des auf Berufsstrategie.de von Annette Braun veröffentlichten Berichts beispielsweise können die seitens eines Studenten während des dualen Studiums gemachten Erfahrungen nachvollzogen werden. Braun hat ein duales Studium bei der Adler Vertriebs GmbH & Co. Werbegeschenke KG absolviert. Besonders solche Erfahrungen sind für Unternehmen wertvoll. Sie erlauben neben dem Einstieg in den Themenkomplex auch die Schaffung eines Verständnisses für die Bedürfnisse kommender Studenten. So kann ein Unternehmen sich optimal auf diese vorbereiten und einlassen.

Charakteristik und Organisation eines dualen Studiums

Bei einem dualen Studium ist der Student nicht immer im Unternehmen anwesend. In Blöcken von 4-8 Wochen wechselt dieser zwischen Hochschule beziehungsweise Fachhochschule und dem eigentlichen Betrieb. Das fördert das Ineinandergreifen von Theorie und Praxis, ist aber für den Studenten auch mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden.

Während der innerbetrieblichen Ausbildungsphase durchläuft er verschiedene Abteilungen im Unternehmen. So wird er mit allen Arbeitsabläufen vertraut gemacht. Ein wiederholter Einsatz in der Abteilung, die am engsten mit den Studieninhalten verknüpft ist (z.B. Wirtschaftsinformatik), bietet sich hierbei an.

Vor- und Nachteile für Unternehmen

Warum sollte sich ein Unternehmen dazu entscheiden, duale Studiengänge anzubieten? Hierfür sprechen insbesondere die nachfolgend aufgeführten Gründe:

1. Mithilfe von dualen Studiengängen lassen sich maßgeschneiderte Nachwuchskräfte schaffen. Sie sind mit den Betriebsabläufen und mit der internen Organisationsstruktur vertraut. Ohne Einarbeitungszeit können sie nach Abschluss des Studiums übernommen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie bereits während der Praxisphasen auf ihre spätere Position vorbereitet werden können.

2. Wie bereits erwähnt ist eine Verzahnung von Theorie und Praxis gegeben. Dies ermög-licht einerseits eine wissenschaftliche und andererseits eine betriebsnahe Ausbildung für den Studenten. Das Unternehmen profitiert von der Vielseitigkeit der ausgebildeten Fachkraft.

Mit der Eingliederung eines dualen Studiengangs in den betrieblichen Ausbildungsplan fördert ein Unternehmen nicht nur vielseitige Nachwuchskräfte, es kann diese auch den eigenen Wünschen und denen des Studenten entsprechend spezialisieren. Allerdings sind hierbei auch Nachteile zu Bedenken:

1. Die Einstellung von jemanden, der ein reguläres Studium absolviert hat, ist günstiger als die inner- und außerbetriebliche Ausbildung einer Fachkraft zu finanzieren.

2. Einige Verträge über ein duales Studium sehen vor, dass der Student nach Abschluss einen festgelegten Zeitraum über im Unternehmen arbeitet. Allerdings nicht alle. Damit können die in den Studenten gesteckten Spezialisierungsmaßnahmen vergebens gewesen sein, wenn dieser sich entscheidet, nach seinem Studium eine andere Arbeitsstelle anzunehmen.

3. Des Weiteren steht der Student dem Unternehmen nicht als permanente Arbeits-kraft zur Verfügung. Während der Theoriewochen ist dieser ausschließlich an der Hochschule zu Besuch – Vergütungszahlen müssen trotzdem geleistet werden.

Die spezialisierten Fachkräfte der Zukunft

Auch, wenn auf dem ersten Blick die Menge der Nachteile über denen der Vorteile liegt, kann sich die Einführung eines dualen Studiengangs für ein Unternehmen lohnen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Branche auf spezialisierte Fachkräfte angewiesen ist, die idealerweise mit den jeweiligen betriebsinternen Gegebenheiten vertraut sind.

Damit die entsprechenden Fachkräfte auch nach dem Studium erhalten bleiben, ist es sinnvoll, bereits vorab eine Übernahme zu verabreden. Das gibt sowohl dem Unternehmen als auch dem Studenten Sicherheit.

Verwandte Themen
Tagcloud

Kundenzufriedenheit Organisationsentwicklung Wettbewerb Mitarbeitergespräch Kultur Marke Ideen Produkt Mensch Social Media Service Kundenbindung Zielvereinbarung Innovation Mitarbeiter Kundenloyalität Navigation Marketing Kompetenz Motivation Risiko Konkurrenz Projekt Organisation Unternehmen social network Unternehmenskommunikation Kunden Mitarbeitermotivation IT Führung Zukunft Verkäufer Akzeptanz Markt Instrument Finanzierung Kommunikation Psychologie Veränderungsprozess Veränderung Vertrieb E- Personal Information Medien Intuition Management Internet Karriere Führungsstil Verhalten Manager Methode Markterfolg Change-Management Potenzialentwicklung Weiterbildung Orientierung Strategie Planung Lernen Erfahrungswissen Grundsätze Messung E-Mail Ablauf Kundenrückgewinnung Mentoring Assessment Beratung Datenschutz Emotion Entscheidung Führungstipps Ethik ILTIS Potenzial IT-Trend Erfolg Prozess Management by Image Intelligenz Commitment Konflikt Vision Präsentation Corporate Bewerberauswahl Diversity Börse HRM Wachstum Macht Authentizität Qualitätsmanagement Team Kennzahlen Verhandlung Zielgruppe Trend Mitarbeiterbindung Charisma Research Produktion Modell CSR CRM Profit Telefonie Netzwerk Recruiting Kreativität Verwaltung Anforderungsprofil Community Strategieverwirklichung Loyalitätsmarketing Netzwerksicherheit Nachhaltigkeit Ziele Empfehlungsmarketing Coaching Touchpoint Regeln System Leadership Wissensmanagement Anwenderbetreuung Knigge Krise Wandel Value Demographie Unternehmenskultur Controlling Führungskraft Verwaltung Kommunalberatung Science of Happiness at Work Umwelt Outsourcing Qualität Bürgermeister Werte Verbraucher Kommunikationsmodell Dynamic Experience Burn-Out Projektmanagement Checkliste Mitarbeiterzufriedenheit Mediation intrnational Kulturkompetenz Business-Ettikette Gehirntraining Moderation Kommune Mitarbeiterbefragung Literatur Change Management High Potentials Navigationsinstrument Visualisieren Leistung Altersstruktur Prioritäten Mobile Marketing Hörbuch Projekt Office Event Mobile Erreichbarkeit Resilienz Literatur Vertrieb Kündigung Souveränität Widerstand CMS Energie IT-Infrastruktur Akquise Training

Neues bei ILTIS

Citizen Journey

Wie Bürger durch die digitale Verwaltung reisen - Warum gleicht die Wanderbewegung von der analogen in die digitale Welt eher einem gemütlichen Spaziergang

Das erfahren Sie bei uns