New Business Style

Reason why?

Alles würde anders, besser erfolgreicher werden, neue Formen der Wirtschaftstätigkeit würden neue Erfolgschancen bieten, das Internet werde in alle Lebens- und Arbeitsbereiche vordringen und so die Welt revolutionieren, und die New Economy werde die Old Economy verdrängen. Dies und andere Zukunftserwartungen ließen uns den Jahrtausendwechsel mit Spannung erwarten.
Eine erste Bilanz seit 2000 zeigt uns jedoch, trotz partieller Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, dass sich unsere hohen Erwartungen bislang mehrheitlich nicht erfüllt haben.

Die Wirtschaft ist heute vielfach gekennzeichnet durch einen noch härteren Wettbewerb, durch Marketingkämpfe um jeden Preis, durch Arbeitslosigkeit, Kaufkraftschwund und einen Mangel an Investitionstätigkeit, durch die geplatzte Seifenblase der New Economy und viele wirtschaftliche Konflikte.
Die Medien vermitteln uns täglich 24 Stunden die vielfältigsten Bilderströme, die das Weltgeschehen mit all seinen Auswirkungen zeigen. Selbst wenn wir nicht genau beurteilen können, wie diese Informationen zustande gekommen sind und ob sie ggf. einseitig oder unvollständig sind, so können wir doch praktisch in Echtzeit sehen, was z.B. in der Wirtschaft alles geschieht.
Die rasche Folge, mit der sich neue Situationen ergeben, lässt uns schnell erkennen, dass wir mit den Methoden und Praktiken des vergangenen Jahrhunderts die Herausforderungen der Zukunft kaum mehr werden meistern können. Daher ist die nachfolgende Frage schon beinahe rhetorisch.

Der Mensch ist auf Erfolg programmiert und wiederholt, was sich für ihn bewährt hat. Es liegt in seiner Natur, an Praktiken und Verhaltensweisen so lange wie möglich festzuhalten und mehr oder weniger bequem wie gehabt weiter zu fahren. Wo wird uns das hinführen? Weiter in eine Welt materieller Erfolge oder in eine menschliche Wüste mit noch mehr Gegensätzlichkeiten statt neu zu entwickelnden Gemeinsamkeiten?

Mit New Business Style zu neuen strategischen Erfolgspositionen?
Mutige Einsicht, neue Tatkraft und echte Businessinnovationen werden uns weiterbringen. Wenn man von Aufbruch zu neuen Ufern spricht, heißt es hier natürlich auch: auszubrechen aus alten Strukturen.
Sicher ist, dass das Rad nicht in allen Bereichen der Unternehmensführung neu erfunden werden muss. Es ist keine falsch verstandene Nostalgie, wenn man sagt: "lasset uns am Alten so gut es ist halten." Kontinuität ist, so sehr sie in Zeiten des Wandels unter Verdacht ist, nicht per se schlecht.
Man denke nur an die Markenpolitik. Auch die ständigen Umstrukturierungen und das immer schneller drehende Personalkarussell auf Top-Managementebene, bringen - unter dem Dogma Change Management - soviel Unruhe in die Unternehmenskultur, letztlich vielfach zum Schaden der Kontinuität, intern wie im Verkehr mit den Kunden und der Umwelt. Die Folge ist, bei Führungskräften wie Mitarbeitern gleichermaßen, ein gerütteltes Maß an Demotivation, das auf Produktivität, Rentabilität, Innovation, Kreativität und Zielerreichung drückt.

Man muss die bisherigen Erfolgsfaktoren nicht pauschal über Bord werfen. Man muss sich nur im Klaren sein, dass sich die Nachhaltigkeit von Menschlichkeit und Lebensqualität zu einem sehr entscheidenden, absolut neuen und verstärktem Wettbewerbsfaktor entwickeln wird. Es besteht bei geschicktem Aufbau dieser Elemente die einmalige Chance, neue Einzigartigkeit und Differenzierung im Wettbewerb aufzubauen und im Markt sichtbar zu machen.

Szenarien des Wandels

Ob man sich mit generellen Zeitzeichen auseinandersetzt, mit Entwicklungen und Trends beschäftigt und mit den unterschiedlichsten Lebensaspekten von Menschen im Alltag bewusst wird, überall kann man Signale des Wandels feststellen. Viel häufiger und intensiver als je zuvor manifestieren sich Entwicklungen, die nicht allein mit Blick auf unternehmerische Tätigkeiten nachdenklich stimmten. Zu viele Puzzleteile im gesamten Weltgeschehen passen nicht mehr so recht zusammen.

Die Grafik zeigt stellvertretend für einen ganzen Katalog derartiger Zeitzeichen ein paar Hinweise.

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Sind neue Rahmenbedingungen und Impulse erforderlich?
Viele Entwicklungen in den Märkten und Unternehmen waren in der Vergangenheit eher auf einseitigen Betrachtungs- und Entscheidungsgrundlagen aufgebaut. Isoliertes nebeneinander in unterschiedlichsten Vorgehen, Teil- statt Gesamtproblemlösungen sind die Folge.

Die künftige Unternehmensführung muss sich daher vor dem Hintergrund o.g. Zeitzeichen stärker einem gesamtverantwortlichen, ganzheitlichen Denken, Planen und Handeln ausrichten.
Abgeleitet aus dieser sehr generellen Grundanforderung, ergeben sich für die Zukunft im Businessgeschehen ein ganzes Spektrum an Handlungsbedarf.

Eine tragfähige Brücke in die Zukunft
New Business Style will daran anknüpfen eine tragfähige Brücke bilden von den bisher im alten Jahrtausend entstandenen und weiterentwickelten Methoden der Unternehmensführung zu den Anforderungen der neuen Managementepoche des 21. Jahrhunderts
Eine gezielte Auswahl von Business Erfolgsfaktoren der Zukunft zeigen an, worauf es ankommen wird. Das Business der Zukunft muss vor allem sein

  • effizienter
  • dienstleistungsbereiter
  • schneller und pünktlicher
  • innovativer
  • vernetzter und kooperativer
  • kommunikativer
  • freundlicher
  • persönlicher und individueller
  • begeisternder
  • menschlicher
  • verantwortungsbewusster
  • aufmerksamer
  • insgesamt nachhaltiger

Wie kann man diese Erfolgsfaktoren unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen, Trends und Tendenzen bestmöglich generieren?

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Businessumfeld und Trendbarometer

Wer für die Unternehmensführung heute und morgen fit sein will, muss über ein schnelles, zuverlässiges und vor allen Dingen vertrauenswürdiges Management und Marketing-Informationssystem verfügen. Nur dann ist ein Unternehmen in der Lage, auf die Herausforderungen der Zukunft einzugehen.

1. Entwicklungen und Trends wachsam verfolgen
Wie in der Seefahrt seit jeher, ist heute auch in der unternehmerischen Praxis Wachsamkeit rund um die Uhr erforderlich. So gehört es für alle Führungskräfte in Unternehmen, auf welcher Ebene auch immer, zu den bedeutendsten Pflichten, Entwicklungen in und um ihr Unternehmen stetig im Auge zu behalten.
Die Quizfrage ist und bleibt, welche Information soll in welcher Form, zu welcher Zeit für uns zur Verfügung stehen?

2. Ein praxisorientiertes Konzept zur Informationsverarbeitung
Stufe 1: Persönliche Marktforschung – gelebte Marktnähe: Nichts kann den persönlichen Markt- und Kundenkontakt ersetzen. Auch darf er nicht als Aufgabe von Marketing und Verkaufsleitung allein den Verkäufern und dem Außendienst überlassen bleiben. persönliche Marktforschung und gelebte Marktnähe gehören zwar zu den Hauptaufgaben der marketing- und Verkaufsfunktion, sind aber in jedem Falle auch Chefsache.
Stufe 2: Die Situationsanalyse: rollende und pragmatische Datensammlung
Stufe 3: Entwicklungs- und Trendmonitoring: Es geht hier um die Erfassung aller Veränderungen und Trends, um beurteilen zu können, ob diese Informationen für die Gestaltung unserer Zukunft von Bedeutung sind.

3. Business- und Consumer-Trends der nächsten Jahre
Trends lösen mitunter ganze Wellen von neuen Chancen in verwandten bzw. benachbarten Märkten aus. Und es ist spannend, ihre Entwicklung zu verfolgen und dabei täglich nach Vorboten neuer Trends Ausschau zu halten. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Individualisierung und Erlebnisorientierung
  • Beschleunigung, Flexibilität und Dauerverfügbarkeit
  • mehr Kooperation statt nur Konkurrenz
  • Qualitäts- und Innovationsdruck
  • Komplexität und Neue Einfachheit
  • Wellness, Style und die Suche nach Sinn
  • Menschlichkeit und Vertrauen
  • Heute schon gechanged? – der Hang zu Managementmethoden

4. Von Informationen und Trends zum Evaluationsfilter
Ein alter Feuerwehrleitsatz für die Entscheidungsfindung im ersten Augenblick lautet: "Stehe still und denke nach." Liefern uns Situationsanalysen, Marktforschungen, Beobachtungen von Trends und Tendenzen bestimmte Resultate, so stellen sich unverzüglich Fragen der Innovation, der Neuausrichtung, der Beharrlichkeit, der Kontinuität usw.

Neues Markt-Management

Menschen, Märkte, Management und Marketing sind miteinander in einem sehr komplexen Netzwerk verbunden. Jedes der vier M-Module trägt auf seine Weise zum Erfolg oder Misserfolg bei.

1. Erfolgsfaktor Mensch
Der Mensch spielt in allem was geschieht eine bedeutende Rolle. Im folgenden kurz die Rolle des Menschen in Management und Marketing

  • Der Mensch - Schlüsselfigur im neuen Markt-Management
    Menschen sind und bilden jene Märkte, mit denen wir uns beschäftigen. Menschen entscheiden, an welcher Stelle und in welchen Funktionen auch immer, ob Geschäfte zustande kommen und ob Geschäftsverbindungen gepflegt werden sollen.
  • Der Mensch in der Rolle des Kunden
    Es sind Menschen, die als Kunden und Vertreter von Unernehmen neue Bedürfnisse artikulieren, Trends auslösen, ihr konsumverhalten ändern oder gar Konsumverzicht üben.
  • Menschen im Unternehmen
    So wie Menschen Märkte bilden und darstellen, so formen Menschen auch die Strukturen und Profile von Unternehmen. Es sind Menschen, die als Führungs- und Fachkräfte beispielsweise Ziele, Strategien und Maßnahmen planen, entscheiden und durchführen.
  • Virtueller - schneller - rationeller?
    Es gibt Bereiche unseres (Arbeits-)Leben, in denen bald keine Menschen mehr anzutreffen sind. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man vermehrt die neuen Repräsentanten nämlich die unpersönlichen Automaten trifft. Aber entwickelt sich dadurch nicht mittel- und langfristig ein gehöriges Defizit im Beziehungsmanagement?

2. Vom Markt – dem schillernden Wesen
Er ist ein farbenfrohes Wesen, dieser Markt. Je nach Standort und Betrachtungsweise erscheint er in einem anderen Licht.

  • Was heißt eigentlich Markt?
    Wir kennen den Begriff des Marktes als Umschlagplatz, auf dem sich Angebot und Nachfrage treffen. Und wir sind alle am Markt beteiligt.
  • Sind wir dem Markt "unterstellt"?
    Denkt man darüber etwas differenzierter nach, so muss man dies bejahen. Wer sich auf dem Markt bewähren will, muss ihm folgen. Was allerdings nicht nur passiv sein muss.
  • Ist der Markt unser größtes Vermögen?
    Wo wird in einer Unternehmensbilanz die Rubrik Markt dargestellt? Und das, obwohl alle von den Märkten leben und von dem, was sie den Unternehmen bringen.
  • Erhalt der Marktnähe trotz steigender Komplexität?
    Die starke Spezialisierung und die weit fortgeschrittene Arbeitsteilung haben dazu geführt, dass in vielen Unternehmen und an vielen Arbeitsplätzen derart komplexe, spezialisierte Arbeitsabläufe entstanden sind. Damit hat das Bewusstsein für das Ganze im Unternehmen und vor allen Dingen das Verhältnis und das Verständnis für den Markt gelitten.

3. Management und Marketing, heute und morgen
Für die Koordination aller Tätigkeiten des Unternehmens in Richtung Markt wurde Marketing bereits vor Jahrzehnten betrieben.

  • Hat echtes Marketing bislang nicht stattgefunden?
    In Anbetracht der langen Liste an Beispielen für Marketingflops, Mängeln im Beziehungsmanagement, Imageproblemen und persönlichen Fehlverhalten von Managern fragt man sich: wo ist all die Lehre von der Theorie bis zur Praxis des Marktmanagement geblieben?
  • Management-Instrumente von gestern für Märkte von morgen?
    Die Frage scheint berechtigt angesichts der vielen Anforderungen im Markt- und Unternehmensgeschehen.
  • Von der Unternehmenskultur zur Markt-, Kunden- und Dienstleistungskultur
    Diese neue Denkweise von Kultur als neuen Richtwert für das Marktverhalten bedeutet optimalere Markt- und Kundennähe und interaktive Kommunikation auf der ganzen Linie.

Links und Literatur

  • Aus: Zimmermann, Rolf: New Business Style. Gellius Verlag 2005. ISBN 3-936179-14-X

Prof. h.c. Rolf Zimmermann: Eidg. dipl. Verlaufsleiter, langjährige Erfahrung in geschäftsführenden Positionen bedeutender Unternehmen der Getränke-, Nahrungsmittel- Dienstleistungsbranche sowie in der Führung nationaler und internationaler Fachorganisationen (SMC, EMC). Inhaber des Instituts Marktpraxis in Rheinfelden (CH) sowie Trainer und Dozent für Management, Marketing und Kommunikation.

Mehr über die Bausteine eines neuen Managementbewusstseins und Praxisbeispiele im New Business Style zum Beispiel von Ricola, Miele und VW wie auch weitere praktische Tipps und Checklisten zum New Business Style erhalten Sie im Buch.

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