Podcasting

Direkt ins Ohr

Der zunächst eigentümlich klingende Begriff Podcasting ist ein Kunstwort.
Er setzt sich aus dem englischen Begriffen broadcasting (Zu deutsch in etwa mit "Nachrichten verbreiten" zu übersetzen) und iPod zusammen. Bei Letzterem handelt es sich um das populäre Abspielgerät für MP3-Dateien der Firma Apple.
Umgangssprachlich könnte man Podcasts als kleine Hörbücher bezeichnen, als eine neue Form der Aufzeichnung von Sprache. Podcasts sind Audio- oder Videodateien, die über das Internet verbreitet werden können.

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Nur konsequent, dass die kleinen digitalen Hörbücher dann als Podcasts bezeichnet werden. Technisch handelt es sich dabei um Dateien, die mit einem Computer oder einem anderen Abspielgerät für MP3-Dateien angehört werden können. Auf der Basis vergleichbarer Technik gibt es auch Videos. In den vereinigten Staaten werden damit bereits einzelne Episoden von Fernsehserien verbreitet.

Bisher wurden Podcasts eher von engagierten Amateuren produziert. Denn solche Dateien lassen sich technisch mit vergleichsweise geringem Aufwand erstellen.
Der eine oder anderen hat mit dieser Technik bisher seine eigenen Radioshow produziert und im Internet bereitgestellt. Durch die zunehmende Verbreitung einfach zu handhabender MP3-Player, etwa in Mobiltelefonen oder Autoradios, wächst heute die mögliche Zielgruppe solcher Anwendungen. Damit wird diese Technik zunehmend auch für professionelle Anwendungen attraktiv.

Politik und Medien sind die ersten professionellen Nutzer

Die möglichen Einsatzfelder solcher Audiokonzepte sind nahezu unbegrenzt. Nachdem Podcasts in den Vereinigten Staaten bereits von Politikern im Wahlkampf eingesetzt wurden, gab es damit auch im bundesdeutschen Wahlkampf 2005 erste Versuche, Reden und Beiträgen von Politikern auf diesem Weg zu verbreiten.

Ob dies entscheidenden Einfluss auf das Wahlergebnis hatte, ist unbekannt. Große Verbreitung finden Podcasts auch bei den Medien. So können bei der britischen BBC oder bei dem Deutschlandfunk in Köln einzelnen Sendungen über das Internet abgerufen werden.
In Fachkreisen wird dies auch als "Radio on Demand" bezeichnet, da der Hörer sich den Beitrag, anders als im herkömmlichen Radio, zu einem beliebigen Zeitpunkt anhören kann.

Während vor allem in den USA die Nutzung von Podcasts durch die Medien weit fortgeschritten ist, steht die kommerzielle Nutzung dieser Technik durch Wirtschaftsunternehmen noch weitgehend am Anfang. Dies ist teilweise dem Urheberrecht geschuldet. Das ist nämlich bisher weitgehend auf Rechtschutz von Musik beschränkt und gilt nicht ohne weiteres auch für gesprochene Wortbeiträge.

Podcasts ermöglichen neue Formen der Informationsweitergabe

Für Unternehmen ermöglichen Podcasts in Form von "kleinen Hörbuchern" völlig neue Formen der Unternehmenskommunikation. Wurden zum Beispiel bisher die Mitarbeiter per Rundschreiben oder Intranet informiert, kann zukünftig eine Botschaft des Vorstandes per Mail an alle Mitarbeiter verteilt werden.
Jeder Empfänger kann die Rede Vorstandes dann zu einem beliebigen Zeitpunkt anhören. Unbekannt ist, so auch das Interesse der Mitarbeiter an Mitteilungen des eigenen Vorstandes steigt.
Im Marketing lassen sich mit dieser Technik neue Zielgruppen erschließen. So sind es bisher vor allem junge und technisch versierte Menschen, die Podcasts nutzen. Im Fachjargon des Marketings gesprochen, entsteht hier ein weiterer Kanal im Marketing Mix.
Für Kampagnenmarketing oder im Direktmarketing können Podcasts ebenfalls eingesetzt werden.
Generell sind im auch Online-Marketing (also zum Beispiel auf Internetseiten) vielfältige Nutzungsmöglichkeiten denkbar. Stellen Sie sich einfach vor, während Sie eine Internetseite eines Versandhandels betrachten, hören Sie die neuesten Sonderangebote. (Da kommt man schnell zu der Vermutung, dass es dann zukünftig auch spezielle Filter oder Blocker geben wird, die diese akustischen Beiträge automatisch unterdrücken.)
Umgangssprachlich heißt das alles zusammengefasst, es gibt einfach eine weitere Form in der ein Unternehmen Botschaften an den Mann oder die Frau bringen kann.

Neue Möglichkeiten in der Weiterbildung

Zumindest theoretisch eröffnen sich mit dieser Technik auch völlig neue Möglichkeiten in der Weiterbildung.
Neben schriftlichen Unterlagen können Seminarteilnehmern zukünftig vielleicht einen Tonmitschnitt aus dem Seminar mitnehmen. Gewisse Zweifel an dem Erfolg sind in diesem Thema aber sicher erlaubt.
Bekommen doch bereits heute Seminarteilnehmer Fotoprotokolle oder andere technisch hochwertige Unterlagen, die wahrscheinlich eher selten gelesen werden.
Aber wie dem auch sein. Zukünftig kann ein Seminarteilnehmer vorab per Mail ein Podcast erhalten. Auf dem Weg zur Veranstaltung hört er dann bereits im Auto, Zug oder Flugzeug die erste Einführung in das Thema.
Auch die Nachbereitung von Lehrinhalten oder der Transfer von Lerninhalten in die Praxis könnten mit solchen digitalen Hörbüchern unterstützt werden.

Geschäftsmodelle für das Podcasting

In der Anfangszeit waren Podcasts privat produzierte "Radiosendungen" für einen mehr oder weniger kleinen Kreis von Hörern. Und, wie Sie schnell feststellen werden, bis heute sind viele Podcasts im Internet kostenlos.
Bisher hat sich kein Geschäftsmodell für das professionelle Podcasting durchgesetzt. So könnten zukünftig bezahlte Abonnements eine Form der Finanzierung sein.
Stellen Sie sich das einfach so vor: Sie bekommen jede Woche von Ihrer örtlichen Volkshochschule einen akustischen Lehrgang, die dazugehörige Gebühr wird von Ihrem Konto abgebucht. Werbung als Finanzierungsquelle wäre ebenfalls denkbar: Ein Podcast zum Thema "Gesund Leben" enthält dann einen Hinweis auf eine Kette von Wellness-Hotels. Solche Werbung dürfte aber sicher auf Vorbehalte bei den Nutzern stoßen.
Die direkte Bezahlung beim Download einer Datei aus dem Internet erfordert bestimmte technische Voraussetzungen. Auch ist der Aufwand dafür vergleichsweise groß. Es dürfte also noch einige Zeit dauern, bis Sie unkompliziert, kurz vor dem Opernbesuch, noch schnell im Internet aus den elektronischen Opernführer die Zusammenfassung von "Don Giovanni" runterladen. Dafür brauchen Sie dann aber auch ein Autoradio, welches MP3-Dateien abspielen kann.

Zukünftige Entwicklung

Die Möglichkeiten von Podcasts sind unbegrenzt. In den Vereinigten Staaten erreichen die Nutzerzahlen von solchen Podcastplattformen bereits Millionen.
Auch die technischen Weiterentwicklungen bei Internet, Datenformaten und Abspielgeräten deuten darauf hin, dass diese Entwicklung noch ganz am Anfang steht.

Anbieter

Die ILTIS GmbH produziert unternehmensspezifische Audiokonzepte für Führungskräfte. Dort erhalten Sie auch eine Demoversion, die Ihnen einen hörbaren Eindruck vermittelt.

Links und Literatur

  • Püppchen Pod und Baby Shuffle: Fuchsschwänze waren gestern, der Fetisch der Netzgeneration ist der iPod. Inzwischen treibt der Kult um das weiße Kästchen bizarre Blüten: Fans des Players verschönern das Ding mit selbst gestrickten Täschchen, persönlicher Gravur - oder bauen es in ihre Schlafsack-Entspannungsmützen ein.
  • Weitere Informationen insbesondere auch zu den technischen Informationen finden Sie unter: http://www.podcast.de/
  • Ein deutschsprachige Podcasting Portal hat folgende Adresse: http://www.podster.de/

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