Prozesstheorien

Zusammenspiel verschiedener Faktoren

"Prozesstheorien erklären, wie ein bestimmtes Verhalten erzeugt, gelenkt, erhalten und abgebrochen werden kann."
Thommen (1996), S. 81

Prozesstheorien behandeln also das Zusammenspiel der Faktoren, aus denen Motivation und damit die Leistungserbringung hervorgehen. Als inhaltsunabhängige Konzepte beschreiben sie modellhaft, wie der komplexe Motivationsvorgang abläuft.

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Die Prozesstheorien lassen sich einteilen in Erwartungs-Wert-Theorien, zu denen die Theorie Vrooms und das Zirkulationsmodell von Porter und Lawler gehören, und in die Gleichheitstheorie von Adams.

Vroom

Vroom (1964) erkannte in seinem Erwartungs-Wert-Modell die folgenden drei Faktoren als ausschlaggebend:

  • Eine Person muss erstens mit angemessener Wahrscheinlichkeit erwarten, dass sie durch die Handlung auch die erhoffte Belohnung erhält.
  • Zweitens muss die Person der Belohnung einen hohen Wert beimessen.
  • Drittens sollte das Ergebnis der Handlung ein möglichst gutes Mittel sein, um das zu Grunde liegende Bedürfnis zu befriedigen.

Porter und Lawler

Das Zirkulationsmodell von Porter und Lawler (1968) führt weitere Faktoren an. Damit aus Motivation Handeln wird, müssen Fähigkeiten vorhanden sein und das Verhalten muss als passend zu der Rolle angesehen werden, die der Handelnde einnimmt. Schließlich bewertet der Handelnde die Auswirkungen seines Verhaltens.

Eine Belohnung wird dabei als intrinsisch bezeichnet, wenn bereits die Durchführung der Handlung als befriedigend erlebt wird. Hingegen ist sie extrinsisch, wenn eine Belohnung durch Dritte erfolgt. Die Zufriedenheit des Akteurs hängt aber nicht nur von den erzielten Belohnungen ab, sondern auch davon, wie gerecht die eigene Belohnung im Vergleich zu der anderer Handelnden empfunden wird.

Die Auswirkungen der Handlung fließen als Erfahrung in das künftige Verhalten des Akteurs ein, was den Namen Zirkulationsmodell erklärt.

Adams

In Adams (1968) Equity Theorie (Gleichheitstheorie, oft auch Gleichgewichtstheorie) steht das Empfinden des einzelnen Akteurs im Mittelpunkt, ob er die Gegenleistung für seinen Einsatz als gerecht empfindet.

Dazu vergleicht er die Ergebnisse (outcomes), die aus seinen Beiträgen (inputs) resultieren mit den Ergebnissen und Beiträgen seiner Kollegen in derselben Arbeitssituation.

Sieht der Akteur seine subjektive Einschätzung als für sich selbst vorteilhaft an, so wird er versuchen, diesen Zustand weiterhin aufrecht zu erhalten. Fühlt er sich jedoch benachteiligt, so führt diese subjektiv wahrgenommene Ungleichheit zu Unzufriedenheit, zu Demotivation.

ANWANDER, Armin: Strategien erfolgreich verwirklichen: Wie aus Strategien echte Wettbewerbsvorteile werden. Zweite, erweiterte Auflage. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2002. ISBN 3-540-42445-8.

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