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    Schwarmintelligenz

    Als Schwarmintelligenz (engl. swarm intelligence) bezeichnet man das Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz (KI), das auf Agententechnologie basiert; das Arbeitsfeld wird auch als Verteilte Künstliche Intelligenz (VKI) bezeichnet. Hier wird versucht, komplexe vernetzte Softwareagentensysteme nach dem Vorbild staatenbildender Insekten wie Ameisen, Bienen und Termiten sowie teilweise auch nach Vogelschwärmen zu modellieren. Der Begriff swarm intelligence wurde von G. Beni und J. Wang 1989 im Kontext der Robotikforschung geprägt.

    Die Individuen staatenbildender Insekten agieren mit eingeschränkter Unabhängigkeit, sind in der Erfüllung ihrer Aufgaben jedoch sehr zielgerichtet. Die Gesamtheit dieser Insektengesellschaften ist überaus leistungsfähig, was von Forschern auf eine hochgradig entwickelte Form der Selbstorganisation zurückgeführt wird; zur Kommunikation untereinander nutzen Ameisen beispielsweise Pheromone oder Bienen den Schwänzeltanz. Es gibt keine zentralisierte Form der Oberaufsicht: Das Ganze ist also mehr als die Summe der Teile.

    Die VKI-Forschung geht davon aus, dass höhere kognitive Leistungen durch die Kooperation künstlicher Agenten simuliert werden kann; Marvin Minsky bezeichnet dies als Society of Mind. Ein Einsatzbeispiel für diese so genannten Ameisenalgorithmen stellten Sunil Nakrani von der Universität Oxford und Craig Tovey vom Georgia Institute of Technology 2004 auf einer Konferenz über mathematische Modelle sozialer Insekten vor; sie modellierten die Berechnung der optimalen Lastverteilung bei einem Cluster von Internet-Servern nach dem Verhalten der Bienen beim Nektarsammeln.
    Für die Kommunikation zwischen den Agenten wird die Knowledge Query and Manipulation Language (KQML) eingesetzt.

    Vom Netzwerk zum Schwarm

    Neben dem Forschungsfeld der VKI entwickelt sich der Begriff der Schwarmintelligenz zunehmend auch zu einem unscharfen Modewort wie bereits ab etwa 2000 das Schlagwort Peer-to-Peer; während letzteres antrat, das Paradigma der Client-Server-Architektur durch dezentralisierte P2P-Architekturen abzulösen, soll Schwarmintelligenz nun die hardwarebasierten Netzwerke ersetzen. So formuliert Howard Rheingold in Smart Mobs: "The ‚Killer-Apps’ of tomorrow's mobile infocom industry won't be hardware devices or software programs but social practices.”. Dem Leitbild der Schwarmintelligenz wird das Potential unterstellt, Gesellschaft und Märkte zu transformieren. Als Beispiel hierfür werden Smart Mobs wie die Critical Mass-Bewegung angeführt.

    Francis Heylighen, Kybernetiker an der Freien Universität Brüssel, betrachtet das Internet und seine Nutzer als Superorganismus: "Eine Gesellschaft kann als vielzelliger Organismus angesehen werden, mit den Individuen in der Rolle der Zellen. Das Netzwerk der Kommunikationskanäle, die die Individuen verbinden, spielt die Rolle des Nervensystems für diesen Superorganismus”. Das Netzwerk wird dabei also nicht durch den Schwarm ersetzt, sondern bildet nur die Basis. Diese Sicht geht konform mit der Betrachtung des Internet als Informationsinfrastruktur. Die Bedeutung des Begriffes verschiebt sich dabei jedoch weg von künstlicher Intelligenz hin zu einer Art Aggregierung menschlicher Intelligenz. Auch in der Didaktik wird das Konzept aufgegriffen und fruchtbar gemacht. So kann eine Lernergruppe als Ansammlung von Menschen betrachtet werden, die - wie Neurone im Gehirn - durch intensive Interaktion neues Wissen konstruieren.

    Dieses Prinzip liegt der Unterrichtsmethode Lernen durch Lehren (LdL) zugrunde. Hier wird die Lernergruppe zum neuronalen Netz umgestaltet mit der Aufgabe, kollektiv Wissen zu produzieren.

    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarmintelligenz)

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