Time Pacing

Innovationszyklen vorgeben

"Nicht nur auf Wettbewerber reagieren", sondern "ein Geschäft gezielt aufbauen und den Takt bestimmen."
Al Zeien, Ex-Vorstandsvorsitzender von Gillette

Die meisten Unternehmen verfolgen gegenüber ihrem Umfeld eine Strategie der Anpassung. Sie reagieren auf Schachzüge der Konkurrenz, neue Techniken oder veränderte Kundenbedürfnisse. Dieses in den USA Event Pacing genannte Vorgehen ist in stabilen Märkten richtig.

Aber in sich schnell verändernden, unübersichtlichen und wettbewerbsintensiven Märkten ist eine andere Strategie gefragt time Pacing (dt. Tempo der Veränderungen vorgeben). Unternehmen wie Intel und Netscape praktizieren dies mustergültig. Diese Firmen steuern ihre Aktivitäten und Innovationszyklen nach einem Zeittakt, den sie sich selbst auferlegt haben.

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time Pacing versus Event Pacing

Für die meisten Manager begründet Event Pacing die gewohnte und natürliche Ordnung der Dinge. Manager, die nach der jeweiligen Ereignislage agieren, folgen einem bestimmten Plan und weichen davon nur ab, wenn das Ergebnis nicht befriedigt.

In stabilen Märkten ist Event Pacing eine durchaus angebrachte und wirksame Vorgehensweise, um Veränderungen zu meistern. Per Definition ist es aber auch eine reaktive und oft sprunghafte Strategie.

Im Gegensatz dazu verfolgt time Pacing das Ziel, nach einem genauen Zeitplan neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, neue Geschäfte aufzubauen oder neue Märkte zu erschließen. Unternehmen können durch das Befolgen eines solchen Zeittaktes außerordentlich schnell sein. Wichtig jedoch ist es, diese Strategie nicht mit Geschwindigkeit zu verwechseln.

Definitionsgemäß bedeutet time Pacing, regelmäßig in einem vorbestimmten Zeitrhythmus proaktiv vorzugehen. Aber so hoch das Tempo auch sein mag, die Akteure kennen es im voraus und können ihr Handeln damit besser steuern. Der festgelegte Zeittakt ermöglicht es ihnen, fokussierter und effizienter vorzugehen sowie anstehende Aufgaben mit Zuversicht anzupacken. All das fördert herausragende Leistungen.

Übergänge meistern

An Übergängen wie z.B. einer neuen Produktentwicklung oder einer neuen Werbekampagne sind normalerweise zahlreiche Personen beteiligt, von denen viele gewöhnlich nichts miteinander zu tun haben.

Außerdem ereignen sich diese Übergänge seltener als andere Aktivitäten. Das gibt Managern weniger Gelegenheit, aus Erfahrungen zu lernen. Die Kommunikation zwischen den Beteiligten kann leicht zusammenbrechen. Und falsche Schritte führen oft zu kostspieligen Verzögerungen.

Kurz gesagt: Murphys Gesetz, demzufolge schiefgeht, was schief gehen kann, gilt bestimmt im Fall von Übergängen. Doch wenn Übergänge schlecht gemanagt werden, schwächt das die Position des Unternehmens, es strauchelt und verliert im Kampf um vordere Plätze an wertvollem Boden.

Individuellen Rhythmus festlegen

Wenn Übergänge eine Organisation in Schwung halten, so liegt das an den von Managern vorgegebenen Rhythmen, die diesen Schwung erst erzeugen. Rhythmus hilft den Leuten, weit im voraus zu planen und ihre Aktivitäten aufeinander abzustimmen.

Eine entscheidende Seite des time Pacing besteht im Festlegen des richtigen Zeittaktes für Veränderungen und deren Abstimmung auf den Markt sowie die internen Kapazitäten des Unternehmens. Für die meisten Unternehmen bedeutet Gleichschritt mit dem Markt, schneller zu agieren. Doch manchmal muss eine langsamere Gangart gewählt werden, um den richtigen Rhythmus zu finden.

Manager, die auf jedes Signal aus dem Umfeld mit Veränderungsmaßnahmen reagieren, versagen bei der Erfüllung ihrer Aufgabe und übermitteln Kunden wie Mitarbeitern verwirrende Botschaften. Verändern sie hingegen nichts, riskieren sie, zu lange abzuwarten und mit ihrem Unternehmen zu weit zurückzufallen, um wieder Anschluss zu finden. Angemessenes time Pacing kann helfen, dieses Dilemma zu überwinden.

Vorteile des Time Pacing

Unternehmen, die time Pacing betreiben, folgen in ihrer Produktentwicklung einem weit im voraus festgelegten Rhythmus, bei dem die Übergänge von Projekt zu Projekt genau choreographiert sind. Brüche, Stillstände und Verspätungen werden auf diese Weise vermieden.

Generell erzeugt die Time-Pacing-Strategie einerseits ein Gefühl der Dringlichkeit, andererseits erleichtert sie die Steuerbarkeit. Und sie hilft den Akteuren, sich auf gemeinsame Ziele zu konzentrieren.

Links und Literatur

  • EISENHARDT, K. M. / BROWN, S. L. (1998): Time Pacing. Den Rhythmus der Veränderung vorgeben. In: HARVARD BUSINESSMANAGER, 5/1998, S. 65-74.

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