Ubiquitous Computing

Die Allgegenwärtigkeit von Computern

"The most profound technologies are those that disappear. They weave themselves into the fabric of everyday life until they are indistinguishable from it."
Mark Weiser, Chief Technologist, Xerox Palo Alto Research Center,
Begründer des Begriffs "Ubiquitous Computing"

Ubiquitous Computing beschreibt die Allgegenwärtigkeit von kleinsten, miteinander drahtlos vernetzten Computern. Entscheidend ist dabei, dass sie unsichtbar in beliebige Alltagsgegenstände eingebaut werden oder an diese angeheftet werden können. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, mit Hilfe von Sensoren die Umwelt eines Gegenstandes zu erfassen.

Die mit Informationsverarbeitungs- und Kommunikationsfähigkeiten ausgestatteten Gegenstände werden in die Lage versetzt zu "wissen", wo sie sich befinden, welche anderen Gegenstände in der Nähe sind und was in der Vergangenheit mit ihnen geschah.

"Smart devices" und die umfassende Informatisierung und Vernetzung fast beliebiger Dinge des Alltages werden in nächster Zeit aus technischer Sicht tatsächlich realisierbar. Die Tendenz geht weg vom PC und dem Computer als Werkzeug, hin zum "computing without computers".

Das "Ubiquitous Computing" wird ganz neue spannende Anwendungen ermöglichen. Auch aus wirtschaftlicher Perspektive kann diese Vision bald zur Realität werden. "Computing" würde damit so allgegenwärtig werden, wie heute die Elektrizität oder gar die Schrift.

Folien Download, PDF 32 kB »

Informationstechnologien und Informationsumgebungen

Während unter ubiquitären, überall verbreiteten, Informationstechnologien im allgemeinen Computer gemeint werden, die überall mithingenommen werden können, meint der Begriff des ubiquitous Computing genauer, die Einbettung informationstechnologischer Anwendungen in Umgebungen und Abläufe, mit dem Ziel, dass Informationstechnologie überall vorhanden ist.

Dieser engeren Definition entsprechen bereits heute Informationstechnologien, die in Haushaltsgeräten, Steuerungen und Leitsystemen Verwendung finden. Sie sind dort für den Anwender weitgehend unsichtbar eingebettet.
Ein Schwerpunkt liegt heute auf der Entwicklung von sogenannten Information Appliances, Geräte, die für bestimmte Anwendungen entworfen wurden und die sich besser in Abläufe einfügen lassen als Standardrechner.

Persönliche Informationstechnologien lassen sich aufgrund der zunehmenden Miniaturisierung überall mithinnehmen und gewähren dadurch den uneingeschränkten Zugriff auf Informationsdienstleistungen. Informationsumgebungen entstehen dann, wenn Informationstechnologien so in die räumliche Umgebung "eingebaut" werden, dass sie überall vorhanden sind.

Informationsumgebungen in der Entwicklung

Von den Möglichkeiten, die Ubiquitous Computing bietet kann man sich ein besseres Bild machen, wenn man einen Blick auf laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte wirft.

Im Rahmen von Smart Desk/Rooms wird im Massachussets Institute for Technology (MIT) z.B. an Lösungen zur optischen Lokalisierung, der Erfassung und Auswertung des Gesichtsausdrucks und ähnlichen Themen gearbeitet, die zur Anwendung für unsichtbare Butler oder das Steuern von Autos entwickelt werden.
Techniken zur Erweiterung der menschlichen Sinne (Augmented Reality) können Behinderten Hilfe gewähren. Smart Floor, z.B., soll die Identifizierung und Lokalisierung von Personen aufgrund des Auftretens der Füße auf den Boden vornehmen und ein Online Medicine Cabinet kann Patienten bei ihrer Behandlung unterstützen, ohne sie in ihren sonstigen Tätigkeiten zu beeinträchtigen.

Folien Download, PDF 26 kB »

Ubicomp: Pro und Contra

Die oben kurz beschriebenen Beispiele und die Vorstellung von Informationstechnologien, die überall vorhanden sind, lassen einerseits die Herzen der Technlogie-Freaks schneller schlagen und führen andererseits bei eher technologiekritischen Menschen zur Befürchtung, dass George Orwells Big Brother doch noch Realität werden könnte.
Warum sollte man nicht vorhandene technologische Lösungen auch nutzen. Zumal, wenn sie das Leben der Menschen erleichtern? Globale Standards sind denkbar, Geräte sind robust und klein genug und der Einsatz vieler unterschiedlicher Smart Appliances trägt auch zur Datensicherheit bei, sagen die einen.

Die technischen Anwendungen sind lediglich Lösungen auf der Suche nach Problemen, warum sollte mein Toaster mit meinem Kühlschrank kommunizieren, viele technische Standards werden Visionen bleiben und die Probleme bei der Sicherung der Datenflut sind grenzenlos, argumentieren die andern.
"Angesichts der zu erwartenden Allgegenwärtigkeit des Computers und den daraus resultierenden möglichen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen stellt sich die Frage nach denkbaren Anwendungsbereichen, aber auch nach den vorhandenen Gestaltungsspielräumen. Letzteres ist gleichermaßen eine technische und ökonomische wie auch eine politisch-juristische Fragestellung." (Friedemann Mattern 2001, S. 6)

Links und Literatur

Verwandte Themen
Tagcloud

Netzwerk Unternehmen Zukunft Intelligenz Motivation Verhalten Prozess Qualitätsmanagement Vision Mobile Marketing Veränderung Kundenzufriedenheit Zielvereinbarung Führung Entscheidung Krise Mitarbeitergespräch Instrument Mitarbeiter Trend Kompetenz Projekt Office Strategie Methode Bewerberauswahl Mensch Innovation Intuition Börse Kundenbindung social network Marketing Vertrieb Verwaltung Service Team Planung Organisation Kommunikation Netzwerksicherheit Erfolg Orientierung Ablauf Grundsätze Mitarbeiterbefragung Management Kunden Produkt Personal Organisationsentwicklung Ideen Führungstipps Commitment Zielgruppe Controlling IT E- ILTIS Wettbewerb Social Media System Beratung Lernen Potenzial Marke Qualität Internet Kultur Medien Projekt Mitarbeitermotivation Mentoring Telefonie Verkäufer CRM Führungsstil Karriere Change-Management Markterfolg Information Image Konflikt Kundenloyalität Nachhaltigkeit Finanzierung Markt Konkurrenz Kreativität Ethik Emotion Unternehmenskultur Loyalitätsmarketing Wandel Präsentation Regeln Akzeptanz Mitarbeiterbindung Psychologie Datenschutz Modell Leistung Messung Empfehlungsmarketing Value Führungskraft Projektmanagement Veränderungsprozess Kündigung Community Leadership Anwenderbetreuung Corporate Navigation Mitarbeiterzufriedenheit Kennzahlen Wissensmanagement Touchpoint Knigge Kommunikationsmodell IT-Trend Strategieverwirklichung HRM Manager Gehirntraining Verhandlung Checkliste Moderation Unternehmenskommunikation Kundenrückgewinnung Management by Akquise Erfahrungswissen Recruiting Bürgermeister Demographie High Potentials Profit Macht Coaching Kulturkompetenz Verbraucher Assessment Ziele Potenzialentwicklung Produktion Diversity Werte Verwaltung Energie Navigationsinstrument Risiko IT-Infrastruktur Dynamic Experience Mobile Erreichbarkeit Outsourcing E-Mail Prioritäten Widerstand Charisma Science of Happiness at Work Kommunalberatung Event Burn-Out Wachstum Research Resilienz Souveränität Authentizität Literatur Change Management Hörbuch Altersstruktur Mediation intrnational Visualisieren Kommune CSR CMS Anforderungsprofil Literatur Vertrieb Business-Ettikette Training Umwelt Weiterbildung

Neues bei ILTIS

Lean Services

Wie Sie den Change vom Kostenfaktor hin zum Qualitätsdienstleister meistern

Das erfahren Sie bei uns