Vision

Vision schafft Motivation zur Veränderung

"Visionen sind und waren bei der Führung von Menschen immer das Wichtigste: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sagt schon die Bibel. Wir müssen uns mehr um echte Zukunftsvisionen bemühen, sie vermitteln und kommunizieren."
Dr. Hans Christian Altmann, Motivationsexperte und Autor
u.a. von Motivieren und Gewinnen, 1997

"Das zentrale Element einer Vision ist eine Beschreibung der eigenen Zukunft, die begeisternd wirkt und die Vorstellungskraft des Einzelnen stimuliert."
Dobiáy/Wargin (2001): Management of Change, S.79

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Eine Vision als strategisches Fernziel bestimmt die Richtung für die Zukunft, und zwar auf der Grundlage einer gut definierten Aufgabenstellung oder eines klaren Unternehmenszieles und eines klaren Wertesystems. An der Spitze einer Strategie stehend trägt die Vision entscheidend zum Erfolg bei, da sie ausreichend Motivation schafft, etwas zu verändern.

Für Hamel/Prahald ist die Sinnstiftung für die Mitarbeiter das zentrale Element einer Vision bzw. einer strategischen Intention (strategic intent). Damit eine Vision diese Funktion erfüllen kann, muss sie sich deutlich von Aussagen und Zielen der Wettbewerber abgrenzen.

Führungskräfte müssen eine klare Vorstellung der Vision haben, um anderen Mitarbeitern des Unternehmens dabei zu helfen, die Vision verstehen zu können und ihre Bedeutung vor allem in Bezug auf den eigenen Verantwortungsbereich richtig einzuschätzen.

Sie müssen spüren, wie begeistert die Führungskräfte wirklich sind, erkennen, wie die neue Vision zu den bestehenden Programmen, Strategien und Geschäftsabläufen des Unternehmens passt und schon im voraus die nächsten Schritte absehen können.

Kennzeichen einer Vision

Eine erfolgreiche Vision zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • ist einfach zu verstehen und leicht zu kommunizieren.
  • dient als Richtlinie für die Zukunft.
  • hat einen klaren Fokus.
  • ermöglicht den Mitarbeitern eine emotionale Identifizierung.
  • bringt Ziele zum Ausdruck, die herausfordernd und wünschbar sind.
  • Der Beitrag jedes einzelnen Akteurs lässt sich klar aus ihr ableiten.
  • Sie ist zeitlich begrenzt gültig.
  • grenzt sich deutlich von den Visionen der Wettbewerber ab.

Links und Literatur

  • DOBIEY, Dirk / WARGIN, John J. (2001): Management of Change. Kontinuierlicher Wandel in der digitalen Ökonomie. Bonn 2001.
  • ESCHENBACH, R. / KUNESCH, H. (1996): Strategische Konzepte. Management-Ansätze von Ansoff bis Ulrich. 3. Auflage. Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 1996. S.58-59.
  • FAIRHURST, G./SARR, R. (1999): Die Kunst, durch Sprache zu führen: So erwecken Sie Aufmerksamkeit und erzeugen den Willen zur Veränderung. Regensburg, Düsseldorf 1999. Titel der Originalausgabe: The Art of Framing. Aus dem englischen übersetzt von Simon Kämpf.

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