Gehaltsextras 2013 

Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung als unternehmerische Herausforderung

Personalmanagement ist ein Kernbereich der Unternehmensführung, der den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich mitbestimmt. Wer es als Unternehmer geschafft hat qualifiziertes Personal zu beschäftigen sollte in einem zweiten Schritt diese Mitarbeiter entsprechend motivieren. Neben Lob und Anerkennung sind eine leistungsgerecht orientierte Gehaltsabrechnung oder auch Gehaltsextras geeignete Maßnahmen, um fachlich qualifizierte und gute Mitarbeiter nachhaltig an das Unternehmen zu binden.

Spielregeln kennen und Fehler vermeiden

Mittlerweile gehört es zum unternehmerischen Alltag, engagierte und motivierte Mitarbeiter mit Geld- oder Sachwerten zu belohnen. Ob Vorsorgeleistungen, Betriebsdeputate, Gesundheitsförderung, Kindergartenzuschüsse, Tankgutscheine, Personalrabatte oder Laptop und Internetzugang auf Firmenkosten, es gibt viele Möglichkeiten die Arbeit mit Extras angemessen zu honorieren. Im Umgang mit Gehaltsextras gibt es Spielregeln und auch Fallstricke, deren Nichtbeachtung teuer werden kann.

Möglichkeiten für Gehaltsextras

Vorsorgeleistungen und Gesundheitsförderung

  • Eine auch für den Arbeitgeber interessante Vorsorgeleistung ist die betriebliche Altersversorgung, die jedem Arbeitnehmer als dritte Säule der Altersversorgung von Gesetzes wegen zusteht. Wählt der Arbeitgeber beispielsweise den Durchführungsweg der Direktversicherung und leistet er Beitragszahlungen für den Arbeitnehmer, so kann er die Lohnsteuer bis zu einer Höhe von 1.752 Euro pauschal mit 20 Prozent abführen.

  • Auch vom Arbeitgeber finanzierte gesundheitsfördernde Maßnahmen sind bei Mitarbeitern beliebt. Steuerbegünstigt sind solche Maßnahmen, die überwiegend im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers liegen, den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern und der betrieblichen Gesundheitsförderung dienen. Das gilt beispielsweise für Massagen, die Nacken- und Rückenleiden vorbeugen. Pro Mitarbeiter sind gesundheitsfördernde Maßnahmen in einer Höhe bis zu 500 Euro steuer- und sozialabgabenfrei.

Kindergartenzuschüsse, Betriebsdeputate und Tankgutscheine

  • Bei Mitarbeitern mit Kindern im Kindergartenalter sind insbesondere Kindergartenzuschüsse beliebt. Wahlweise stehen dem Unternehmen die Barzahlung oder eine als Sachleistung in Form eines Platzes im betriebseigenen Kindergarten zur Verfügung. Der Kindergartenzuschuss ist sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer steuer- und sozialabgabenfrei, wobei bei der Barzahlung der tatsächliche Verwendungszweck gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden muss.

  • Betriebsdeputate sind kleine Gelegenheitsgeschenke an die Mitarbeiter, die steuerrechtlich unerheblich sind. Pralinen, Blumen oder Bücher zum Geburtstag oder zu einem Jubiläum im Wert von monatlich 40 Euro einschließlich der Umsatzsteuer sind frei von der Steuer- und Sozialabgabenpflicht. Anderes gilt bei Geschenken anlässlich einer Betriebsveranstaltung, bei denen die Freigrenze einschließlich Umsatzsteuer auf 110 Euro steigt.

  • Auch Tankgutscheine sind angesichts steigender Spritpreise ein beliebtes Gehaltsextra. Mit einem nachweisbaren Sachbezug ist Kraftstoff bis zu einem Wert von monatlich 44 Euro steuer- und sozialabgabenfrei. Laut höchstrichterlicher Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) darf auf dem Gutschein auch ein Höchstbetrag stehen, wobei dieser nicht auf den Folgemonat übertragen werden darf.

Personalrabatte und technisches Equipment

  • Viele Unternehmen haben Personalrabatte auf firmeneigene Waren und Dienstleistungen abgeschafft, obwohl von dieser Regelung Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren. Während der Arbeitnehmer kostengünstiger einkaufen kann, erhöht sich der Unternehmensgewinn, da das Geld der Mitarbeiter im Unternehmen verbleibt. Der geldwerte Vorteil bleibt bis zu einer Höhe von 1.080 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei, sofern es sich nicht um pauschal versteuerte Sachleistungen wie beispielsweise einen Tankgutschein handelt.

  • Bleiben das dem Mitarbeiter zur Verfügung gestellten technische Equipment trotz der Nutzung außerhalb des Arbeitsplatzes weiter in Firmenbesitz, kann der Arbeitgeber auch die Provider- und Telefonkosten im Rahmen von Gehaltsextras übernehmen. Im Falle einer Schenkung führt der Arbeitgeber pauschal 25 Prozent Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag sowie eventuelle Kirchensteuer ab, wobei Sozialabgaben entfallen.

 

Autor

Frank Schneider

Der studierte Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Schneider hat sich auf die betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche Marketing, Personal, Controlling sowie Rechnungswesen spezialisiert und ist als  selbständiger  Betriebswirt (Unternehmensberater) tätig. In seiner Freizeit schreibt der freischaffende Autor als Experte für bekannte Onlineportale und Fachverlage zum Thema Unternehmensführung und der Existenzgründung


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