Karriere beginnt im Kopf

Mit effektiven mentalen Strategien wie ein Gewinner denken und handeln

Wer sich im Job die richtigen Ziele setzt, kann auch was erreichen. Wie das funktioniert und vor allem, welche Strategien uns helfen, auf den Sprossen der Karriereleiter immer schön nach oben zu klettern, zeigen uns die Spitzensportler dieser Welt.

Denn Tiger Woods, David Beckham und Michael Schumacher, um nur einige zu nennen, haben es nicht nur dank hartem Training auf die Top 10-Liste der erfolgreichsten und vermögendsten Sportler gebracht. Der schlimmste Feind eines Sportlers ist neben einem unfitten Körper vielmehr sein eigener Kopf, die Quelle unserer heimlichen Zweifel, Ängste und Selbstbegrenzungen.

Mentales Training ist das Geheimnis vieler bekannter Spitzensportler – und auch der erfolgreichen Führungskräfte und Manager. Dabei ist das „Kopf-Training“ sanft, nachhaltig und gesundheitsfördernd – zahlreiche Studien zeigen immer wieder, dass Sportler, die zusätzlich zum körperlichen Training mental gestärkt in den Wettkampf gehen, bessere Ergebnisse erzielen als solche, bei denen die Rolle unserer geistigen Verfassung außer Acht gelassen wurde.

Mentale Techniken helfen im Sport wie im Business, konkrete Ziele zu entwickeln und zu formulieren; konzentriert und entspannt zu bleiben, auch wenn es schwierig wird. Mentale Techniken legen den Fokus auf die persönlichen Stärken, statt langwierig nach Fehlern zu suchen und stärken so das Selbstvertrauen der Klienten – und damit das Vertrauen in die eigenen Erfolgschancen. Dabei passen sich im Job – wie im Sport auch – die mentalen Techniken den unterschiedlichen mentalen Anforderungen an.

Im Fußball geht es zum Beispiel bei der Champions League darum, welche Mannschaften die besten in Europa sind – es gilt also, besser als die sportlichen Gegner zu sein. Im Rennen um einen Managerposten mögen auch mehrere Personen gegeneinander „antreten“ und der Beste von ihnen bekommt den Job. Im Golfspiel dagegen gibt es keinen unmittelbaren Gegner oder Angreifer; man spielt, um sein eigenes Handicap zu verbessern. Der Marketingleiter kann zum Beispiel seine Reputation im Unternehmen erhöhen, indem er die neueste Kampagne geschickt in die meistgelesenen Medien platziert; seine größte Konkurrenz könnten hier die eigenen, negativen Gedanken und Zweifel sein.

Positiv formulieren

Egal, ob mit echtem Gegner oder beim Spiel um die eigene Leistungssteigerung:

Ein erster Schritt sollte immer die positive, interessante, messbare Formulierung des Ziels sein („innerhalb des nächsten halben Jahrs hat jedes auflagenstarke Frauenmagazin in Deutschland unsere neue Haarcoloration redaktionell erwähnt.“).

  • Vermeidungsziele wie zum Beispile „Wir dürfen nicht die Best Ager-Magazine vergessen“ besser positiv umformulieren in „Wir beliefern bis Tag X alle relevanten Medien mit Inhalten“.
  • Etappenziele helfen auch im Job, das große angestrebte Ziel im Auge zu behalten und sich auf dem Weg dahin mit Teilerfolgen zu motivieren.

Unser Unterbewusstsein reagiert unmittelbar auf jede Botschaft von uns – sei sie negativ oder positiv. Der innere Dialog führt uns schnell in eine Abwärtsspirale, wenn wir nicht (mit Hilfe mentaler Techniken) den negativen Gedanken Einhalt gebieten.

Ungeduld, Zweifel, Ängste, überzogene Selbstkritik – alles in allem keine guten Voraussetzungen für Erfolg. Eine der mentalen Techniken, mit denen auch Profisportler ihren Ängsten und Zweifeln beikommen, sind zum Beispiel gedankliche oder laut ausgesprochene „Stopps“, das geistige Abspeichern positiver Bestärkungen in Bildform – so kann sich unser Gehirn noch besser auf Erfolg einstellen – und bejahende Affirmationen („Ich schaffe das!“).

Die Betrachtungsweise ändern

Psychologischer Stress, den wir uns selbst machen, etwa mit Grübeleien, Vergleichen mit anderen und subjektiven Empfindungen („Der Chef hat mich heute so komisch angeschaut, wahrscheinlich ist er nicht zufrieden mit dem letzten Bericht …“) begrenzt uns und unsere Leistung mehr als tatsächliche Belastungen im Arbeitsleben wie Auftragsabwicklung, Meetings oder Abgabetermine.

Verschiedene Entspannungstechniken und Techniken der Konzentration helfen hier, einerseits dem „selbstgemachten“ Stress zu entkommen, aber auch realen Stresssituationen gelassener entgegen zu blicken. Etwa, vor einer wichtigen Präsentation kurz für zehn Minuten nach draußen zu gehen und sich in aller Ruhe auf die Natur zu konzentrieren und dabei bewusst tief zu atmen.

Es hilft auch, aufkeimende Gefühle wie Versagensangst neutral-distanziert zu betrachten – aus der Position des Zuschauers im Kinosaal oder aus der Position des Filmvorführers statt selbst im Film dabei zu sein. Akzeptieren und lieben Sie sich, auch wenn Sie nervös sind oder Angst haben. Und stärken sich den Rücken: „Ich bin gut vorbereitet. Ich halte eine gute und spannende Präsentation.“

Selbstvertrauen als Grundpfeiler

Selbstvertrauen ist ein wichtiger Grundpfeiler für erfolgreiche Menschen – ein Sportler ohne Selbstvertrauen kann keine großen Siege für sich verbuchen.

Wenn wir genau hinschauen, gelingt auch einem Spitzenathleten nicht alles gleich auf Anhieb – Rückschläge und Sportverletzungen jedoch werfen einen Sportler, der eine optimale mentale Verfassung hat, nicht aus der Bahn.

Zum Beispiel erzählt „Goldmädel“ Magdalena Neuner, Doppel-Olympiasiegerin im Biathlon, in einem Interview, dass sie oft krank aus dem Trainingslager kam und gesundheitlich angeschlagen in die Weltcup-Saison startete. Das kann für einen Sportler sehr belastend sein. Ohne ihr unerschütterliches Selbstvertrauen wäre sie sicherlich nicht Rekordweltmeisterin geworden – und sogar jetzt, wo sie ihre Sportkarriere beendet hat und voller neuer Pläne ist, strahlt sie eine gewinnende Selbstsicherheit aus.

Ihre und die Motivation vieler anderer erfolgreicher Sportler ist, sich stets Erfolgserlebnisse aus der Vergangenheit ins Gedächtnis zu rufen – und die damit verbundenen positiven Gefühle, die in schwierigen Situationen den unbedingten Glauben an den eigenen Erfolg aufrecht zu erhalten helfen.

Nicht zuletzt sehen wir immer wieder, wie sich Ex-Spitzensportler nach ihren aktiven Jahren eine neue, erfolgreiche Existenz aufbauen, weil sie gelernt haben, wie ein Gewinner zu denken – ob auf dem Spielfeld oder im Business.

Erfolge visualisieren

Eine der effektivsten Erfolgsstrategien sind Visualisierungen, also das Vorstellen der künftigen Erfolge und Ziele über alle Sinne (Hören, Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken) – so tun, als wären sie jetzt schon da. Nicht umsonst spricht man von der „Macht der Gedanken“. Das Bilderleben im Kopf, verbunden mit starken positiven Empfindungen und Sinneseindrücken, lässt sich zu realem Erleben transformieren.

Öffnen Sie den Vorhang für Ihr Kopfkino, sehen Sie sich als erfolgreiche Marketingchefin oder frischgebackener Abteilungsleiter, spüren Sie den kräftigen Händedruck Ihrer Kollegen, die Ihnen zum Erfolg gratulieren. Hören Sie Ihr Publikum nach der Präsentation begeistert klatschen, genießen Sie das dabei aufkommende gute Gefühl. Begeben Sie sich regelmäßig gedanklich in Ihr ganz persönliches Erfolgsszenario – und lassen nicht locker, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben.

 

Und danach? Geht´s weiter! Sie sind ja jetzt motiviert – für weitere Karriereabenteuer.  

Autorin Antje Heimsoeth

Antje Heimsoeth, Diplom-Ingenieurin (FH), selbstständige Trainerin und Coach, ECA und DVNLP, Gesundheitstrainerin, Mental Coach, ECA Sport Coach (Master Competence), zert. Sport-Mentaltrainerin, Business Coach und Keynote Speakerin mit Olympiafaktor: Go for Gold mit eigenem Institut SportNLPAcademy®. Weltweit tätig.

www.business-mentaltrainer.eu
www.antje-heimsoeth.com

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