Online-Gefahren in Sozialen Netzwerken

Auf der Spur der Cyberkriminellen

Mitglieder von sozialen Netzwerken wie StudiVZ, Facebook und Co. werden immer häufiger Opfer von Identitätsklau, Malware- oder Phishing-Attacken, wie eine veröffentlichte Studie des Sicherheitssoftware-Herstellers AVG Technologies und dem Branchenverband CMO Council ergab.

Dennoch ergreifen weniger als ein Drittel der User Maßnahmen, um das eigene Profil beim Surfen zu schützen. Die Online-Befragung wurde im zweiten Quartal 2009 durchgeführt und basiert auf einer Zufallsauswahl von mehr als 250 Konsumenten.

Die Befragen fürchten im Web vor allem Phishing, Spam- und Malware-Attacken. Mehr als die Hälfte ist besorgt, dass die eigene, digitale Identität im Web gestohlen werden könnte. Wer etwa Login und Passwort nicht ausreichend schützt, macht es Kriminellen leicht, unter falschem Namen zum Beispiel Spam-Mails oder Malware zu verbreiten oder mit der gestohlenen Identität Produkte in Online-Auktionshäusern anzubieten.

Schwunghafter Schwarzmarkt für Social-Network-Profile

Und auch Zscaler, führender Anbieter von cloud-basierter Security as a Service (SaaS), hat herausgefunden, dass Social Network Accounts inzwischen heißer auf dem Internetschwarzmarkt gehandelt werden als E-Mail-Adressen.

Während 1000 E-Mail-Adressen bei Yahoo oder Hotmail schon für 15 US-Dollar zu haben sind, kosten etwa 100 Facebook-Accounts zirka 20 Dollar, 100 Twitter-Profile 19 Dollar. Besonders wertvoll sind gestohlene Profile mit mehr als 1000 Kontakten, die allein aufgrund ihrer Größe noch mehr Kontakte anziehen.

An unseriösen Absichten wird dabei kein Zweifel gelassen: So finden sich im Web etwa Angebote wie der gehackte Twitter-Account eines Musik-Download-Portals mit 840 Followers und dem Zusatz: "Geeignet zum Aufbau von Botnetzen".

Solche Verkaufsargumente verdeutlichen die Attraktivität sozialer Netzwerke für die Cyberkriminellen. Sie erhalten im Gesamtpaket nicht nur die E-Mail-Adressen der "Friends" und "Followers", sondern gleichzeitig Informationen zu Interessen, persönliche Angaben und eine bequeme Verbreitungsplattform.

"In einer Zeit, in der selbst Bill Gates twittert, sollten wir alle verantwortungsbewusster mit Sozialen Netzwerken umgehen", warnt Daniel Wolf, Territory Manager Deutschland, Österreich, Schweiz bei Zscaler Europe. "Schon letztes Jahr haben der Facebook-Wurm 'Koobface' oder der Twitter-Wurm 'Stalk Daily' gezeigt, wie anfällig diese Plattformen sind. Der Handel mit realen Accounts stellt nochmal eine neue Qualität des Missbrauchs dar."

Viele Anwender handeln unvorsichtig

Obwohl die Gefahren den Studien-Teilnehmern durchaus bewusst sind, vernachlässigen sie folgende Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig:

  • Passwort ändern (64 Prozent machen dies unregelmäßig oder nie)
  • Private Profileinstellungen und/oder Privatsphäre anpassen (57 Prozent nutzen dies unregelmäßig oder nie)
  • Den Administrator des Sozialen Netzwerks über Angriffe oder Sicherheitslücken informieren (90 Prozent antworteten mit unregelmäßig oder nie)

Trotz der offenkundig vorhandenen Sicherheitsrisiken in sozialen Netzwerken handeln viele Anwender unvorsichtig und passen ihr Verhalten nicht an.

  • 21 Prozent akzeptieren "Freundschaftsanfragen" von Wildfremden
  • Mehr als 50 Prozent erlauben es Mitbewohnern und Bekannten, sich vom eigenen PC in soziale Netzwerke einzuloggen
  • 64 Prozent klicken auf Links, die von anderen Mitgliedern verschickt werden
  • 26 Prozent tauschen Dateien innerhalb eines sozialen Netzwerkes aus

In Folge der unkontrollierten Verbreitung von Links und Dateien über mehr oder minder vertrauenswürdige Kontakte oder Freunde haben schon viele Nutzer schlechte Erfahrungen in sozialen Netzwerken gemacht:

  • Fast 20 Prozent sind bereits Opfer von Identitätsklau geworden
  • 47 Prozent haben sich Malware eingefangen
  • 55 Prozent haben Phishing-Versuche registriert

Sechs Grundregeln für mehr Sicherheit

Mitglieder von sozialen Netzwerken sollten deshalb folgende Grundregeln beachten, um auf der sicheren Seite zu sein:

  • Akzeptieren Sie keine Pop-ups oder Download-Aufforderungen, wenn Sie nicht über eine Web-Scanner-Software verfügen.

  • Übertragen oder verschicken Sie keine vertraulichen persönlichen Daten wie Bankverbindungen, Geburtsdaten oder gar medizinische Befunde. Social Networking-Seiten benötigen solche Informationen im Normalfall nicht für eine Anmeldung - es sei denn, Sie haben eine monatliche Zahlungsweise vereinbart .

  • Ändern Sie Ihr Passwort mindestens einmal monatlich. Seien Sie jedoch vorsichtig, wenn Sie von einem Dritten dazu aufgefordert werden; es könnte ein Betrugsversuch sein.

  • Lassen Sie Freunde, Bekannte und Kollegen nicht an Ihrem Computer auf deren soziale Netzwerke zugreifen. Andere könnten durch unsicheren Gebrauch Infektionen an Ihrem Computer verursachen oder Ihre Login-Sicherheit durch gespeicherte Cookies unterwandern.

  • Speichern Sie niemals Ihr Passwort automatisch und löschen Sie Ihren Web-Verlauf mindestens einmal pro Woche.

  • Akzeptieren Sie niemals Freundschaftsanfragen von Leuten, die Sie nicht persönlich kennen und fragen Sie auch selbst keine Unbekannten an.

Pressekontakt

Akima Media
Sabine Eichhorn
Prinzenstrasse 37
D-80639 München
Tel.: +49 (0) 89 17959 18-0, F.:-99
Email: Sabine.Eichhorn@dont-want-spam.akima.de

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Mandy Kühn
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Tel. +49 (0)89-17959180/ Fax. -99
E-Mail: zscaler@dont-want-spam.akima.de

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