Personal Branding für Coaches per Online-Marketing

Für Coaches gilt wie für kaum eine andere Berufsgattung die Relevanz des Personal Brandings. Quasi in seiner Person selber kristallisieren sich die Antworten auf die Frage nach der Kompetenz des Coaches.

Damit stehen Maßnahmen zur Sicherung der Sichtbarkeit entsprechender Informationen über die Person im Zentrum des Online-Marketings, wo dieses die Aufgabe hat, das Personal Branding des Coaches im Internet umzusetzen.

Das Personal Branding von Coaches im Internet erstreckt sich hauptsächlich über folgende Aufgabenbereiche.

  • SERP-Domination zum eigenen Namen bei der Google-Suche
  • Autoreninformationen auf der Corporate Website
  • Platzierung von Bewertungen in Bewertungsportalen
  • Hochauflösendes Bildmaterial für die Bildersuche
  • Gastartikel in Fachblogs
  • Testimotionals auf der Corporate Website
  • Aktivitäten auf Social-Media-Kanälen

Nachfolgend einige Tipps, wie Sie vorgehen könnten.

Tipps zur Umsetzung

SERP-Domination zum eigenen Namen bei der Google-Suche

  • Die SERP-Domination - wie ich sie nenne - bei der Suche nach einem Eigennamen sichert wichtige Informationen zum Namen des Coaches, wenn es bereits zu einem Offline-Kontakt kam oder der Coach dem Suchenden gegenüber erwähnt oder empfohlen wurde. Ziel der Maßnahmen ist es, für mindestens die ersten zehn bis zwanzig Ergebnisse der Suchergebnisseiten (SERP) in den Titeln und Snippets neben dem Namen selber die Berufsbezeichnung und möglichst weitere Detailinformationen zu sichern.

  • Genutzt werden für diesen Zweck neben den Corporate Websites vor allem Profilseiten in Social Media. Dazu zählen neben Google+, das automatisch sehr hoch positioniert ist und neben Titel und Snippets die Lancierung eines Fotos in den SERP ermöglicht, Networks wie Twitter, XING, LinkedIn und Facebook, wobei die letzten beiden die Integration von Personal-Branding-Informationen leider weder in Titel noch Snippets zulassen.

  • Größeren Wert besitzen diesbezüglich Google+ Local und die Autorenseiten von Fachblogs, auf denen ein Coach Gastartikel lanciert hat (zu beiden Punkten siehe unten).

Autoreninformationen auf der Corporate Website

  • Inhaltlicher Ausgangspunkt aller Bemühungen zur günstigen Platzierung eines Coaches im Internet ist seine Corporate Website bzw. seine Selbstdarstellung auf der Site. Das Textmaterial auf dieser Seite sollte möglichst mithilfe professioneller Hilfe sprich durch einen PR-Experten gestaltet werden, für Layout und Fotos gilt das Entsprechende. Titel und Snippet des Suchergebnisses können über die Code-Bestandteile "title" und "description" festgelegt werden, Content-Management- und viele Blog-Systeme bieten für solche Zwecke kleine Formulare.

  • Hinsichtlich Googles schwankender Strategie bei der Abbildung von Fotos zu Personen in den SERP bieten Bilder auf den Selbstdarstellungsseiten von Corporate Websites bzw. vermittelnde Links zu solchen eine gewisse Wahrscheinlichkeit, in die SERP aufgenommen zu werden. Anstelle eines Fotos selber reicht für diesen Zweck die Integration des Links zum Google+ Profil des Coaches - das in diesem Fall natürlich vorausgesetzt ist - irgendwo innerhalb des Textes:
    <a rel="author" href="https://plus.google.com/.......">Vorname Nachname</a>

Platzierung von Bewertungen in Bewertungsportalen

  • Die Platzierung von Personeninformationen in Bewertungsportalen wie Google+ Local und Qype dient einerseits der allgemeinen Lancierung in den SERP, andererseits dem inhaltlichen Aufbau des Renommees des Coaches im Internet. Gerade Google+ Local dient beiden Zwecken in besonderem Maße, da dieses Branchenverzeichnis zum Einen von der Suchmaschine bevorzugt behandelt wird und Auszüge seiner lokalen Ergebnisse in Top-Positionen ausgegeben werden (dies gilt jedoch nur für die Suche nach Keywords, nicht nach Eigennamen).

  • Zum Anderen enthält jedes ausgegebene Ergebnis bei Google+ Local die Angabe der Anzahl von Bewertungen, falls solche vorhanden sind. Die Aufgabe des Online-Marketings besteht in diesem Fall darin, die Google+ Local-Seite des lokalen Unternehmens zu erstellen (denn ein solches muss ein Coach in dem Branchenverzeichnis notwendigerweise sein), diesen als Unternehmensberater zu kategorisieren (die Kategorie "Coach" gibt es in dem  Verzeichnis nicht) und darauf hinzuwirken, dass Kunden dort nach erfolgreichen Projekten Bewertungen abgeben. Übrigens benötigt der Kunde zu diesem Zweck selber ein Google+ Profil.

Gastartikel in Fachblogs

  • Gastartikel in Fachblogs stellen gewissermaßen die Kür des Personal Brandings dar, wenn sie in den entsprechenden Medien lanciert werden können. Blogs gelten seit langem als interessantes Online-Medium beim Aufbau von Backlinks. Diese Aufgabe können sie umso besser erfüllen, je hochwertiger die SEO-Kennzahlen des Blogs sind. Dasselbe gilt hinsichtlich der Umsetzung von Personal-Branding-Maßnahmen. Die Lancierung des Gastartikels eines Coaches in einem hoch rankenden Fachblog führt zu einer hohen Kontaktzahl sprich vielen Views des Artikels und stärkt das Renommee des Autors bei seinem Zielpublikum erheblich. Außerdem unterstützt es die Basisarbeit der SERP-Domination, indem solche Artikel nach Eigennamen- und/oder Keyword-Suche in hohen Positionen gerankt werden. Ein Coach, dessen Corporate Site schwach rankt, kann auf diesem Umweg in die Top Ten kommen.

Testimonials auf der Corporate Website

  • Ist der digitale Kontakt erst einmal zustande gekommen, führt der Weg des potentiellen Kunden immer zur Corporate Website, wo er sich auf die Suche nach Arbeitsbelegen begibt. Das Menü "Referenzen" gehört zur Standard-Navigation von Websites. Gerade Coaches sind gehalten, hier weiter zu gehen und detaillierte Belege und Stimmen zu sammeln und auf ihrer Website zu präsentieren, die die Qualität ihrer Arbeit im besonderem Maße verdeutlichen.

  • Klassische Genres des Online-Marketing stellen in diesem Zusammenhang Case Studies und Zitate von Kunden dar. Case Studies fassen übersichtlich dargestellt ein Problem eines Kunden, die Strategie des Coaches, die Durchführung und die hoffentlich erfolgte Lösung der Probleme des Unternehmens zusammen. Zitate zufriedener Kunden werden in der Regel bereits auf der Startseite eingesetzt, wo sie bereits beim ersten Betrachten der Website Wirkung erzeugen.

Aktivitäten auf Social-Media-Kanälen

  • Die aktive Teilnahme an Fachdiskussionen in Social Networks ist ein Bestandteil des Personal Brandings, der nicht unmittelbar die SERP beeinflusst, da eine starke Vernetzung mit anderen Teilnehmern und intensive Interaktionen Rankings zwar in größerem Maßstab, aber nicht kurzfristig beeinflussen. Einen auch kurzfristig interessanten Effekt auf die SERP bewirkt allerdings eine umfangreiche Vernetzung mit anderen Network-Mitgliedern bei Google+ .

  • Das Ergebnis der Suche nach dem Namen eines Coaches enthält unter anderem den Link zu seinem Google+ Profil, darunter die erneute Nennung des Eigennamens und die Anzahl der Google+ Kreise, in denen sich der Coach befindet, also die Anzahl der Google+ Mitglieder, die seine Posts zu Coaching-Themen so interessant finden, dass sie diese regelmäßig lesen möchten.

  • Fachliche Aktivitäten in den Social Media in den entsprechenden Gruppen bzw. Communities stellen für Coaches eine sehr interessante Methode dar, auf nachhaltige Weise eine persönliche Marke aufzubauen. Dies geschieht mittels Verlinkung auf eigene Projekte, Diskussion von Problemfällen des Faches, Beantwortung von Fragen möglicher Kunden und andere Formen der Kommunikation vía Posts, Bildern, Videos und Links. Die Networks bieten sich dem Coach im Übrigen als geeignetes Forum an, den gerade für seine Arbeit so wichtigen Aspekt der "Chemie der Person" in Szene zu setzen, eine Aufgabe, die in Anbetracht seiner Relevanz allerdings nur mit Bedacht umgesetzt werden sollte.

Fazit

Coaches, die ihrem Personal Brand im Internet erfolgreich zur Sichtbarkeit verhelfen möchten, sind darauf angewiesen, alle hier skizzierten Kanäle zu nutzen. Gerade ein langfristiges Online-Marketing dieser Berufsgruppe ist auf nachhaltiges Personal Branding angewiesen.

Ebenfalls notwendige Schritte sind jedoch bereits zu einem frühen Zeitpunkt mittels Maßnahmen wie die oben beschriebenen SERP-Domination und Autoreninformationen auf den Corporate Media umsetzbar. Auf einer solchen Basis kann der Coach sein Branding Schritt für Schritt aufbauen.

Autor

 

Sascha Albrink ist Inhaber der Agentur sixclicks GmbH. Er arbeitet seit 11 Jahren als Online Marketing-Berater. Einer seiner Schwerpunkte ist das Personal Branding.

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