Balneotherapie

Wasser ein vielseitiges Element

Die äußerliche Behandlung mit Wasser bezeichnet man als Hydrotherapie. Hier kommt Wasser unterschiedlichster Temperaturen in flüssiger Form oder als Dampf zum Einsatz.

Die Balneotherapie oder auch Bädertherapie genannt, ist die Behandlung mit Heilwässern, die entweder aus natürlichen oder künstlich erschlossenen Heilquellen gewonnen werden.

So bezeichnet man beispielsweise Wässer mit einer Temperatur über 20 Grad Celsius an der Quelle als Therme. 

Was versteht man darunter?

Meist wird die Balneotherapie in Kurkliniken oder entsprechenden Einrichtungen durchgeführt, die diese Heilquellen vor Ort haben. Und während in der Hydrotherapie das Wasser als Träger funktioniert, nutzt die Balneotherapie die Inhaltsstoffe des Wassers.

Denn solche Heilwässer enthalten beispielsweise Kochsalz, Kohlensäure, Radon, Jod oder Schwefel. Diese werden durch die verschiedenen Anwendungen wie Bäder, Trinkkuren, Inhalationen oder Moorbäder aufgenommen.

Häufig in Kurkliniken oder Kurpraxen angebotene Bäder sind:

  • Kohlensäurewasser, zum Beispiel bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Schwefelwasser, zum Beispiel bei Gelenkerkrankungen, Akne, Schuppenflechte , Neurodermitis
  • Kochsalzwasser und Solen (Salz- und Solebäder), zum Beispiel bei Asthma (Inhalation), Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Radonwasser, zum Beispiel entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen
  • Peloide: Badetorfe (Moore), Heilschlamme, Heilerden als Bäder oder lokale Packungen, zum Beispiel bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, gynäkologischen Erkrankungen, Durchblutungsstörungen

Eine im Kurort durchgeführte Bade-Kur dauert in der Regel 3 bis 4 Wochen und dient neben der Rehabilitation nach Krankheit, Unfall oder Operationen auch bei chronischen Leiden oder psychischen Belastungen.

Die Balneotherapie wird gerne angewandt bei

  • Durchblutungsstörungen (etwa Periphere Arterielle Verschlusskrankheit, Chronisch-Venöse Insuffizienz)
  • Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie in frühen Stadien I und II)
    Herz-Kreislauf-Erkrankungen ohne organisch nachweisbare Ursache (funktionell oder psychosomatisch)
  • chronische Rheumatische Erkrankungen
  • chronische Degenerative Erkrankungen
  • Hautkrankheiten (beispielsweise Schuppenflechte, Neurodermitis
  • Gynäkologische Erkrankungen (funktionelle und chronisch-entzündliche)

Je nach Behandlung werden unterschiedliche mineralische und pflanzliche Heilwasser verwendet.

Aber auch hier macht es die Kombination unterschiedlichster Therapien aus. So wirken zusätzlich angebotene Bewegungstherapien, Entspannungstechniken und die Ernährung positiv auf den Körper und den Gesundheitszustand aus.

Risiken

In der Rehabilitationsmedizin ist die Hydro- und Balneotherapie nicht unumstritten, denn die Wasseranwendungen gelten als passives Element und stehen dem aktiven Training der Rehabilitation entgegen. Jedoch weiß man auch, dass Bewegungen im Wasser als leichter empfunden werden und somit durchaus unterstützend angewandt werden können.

Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herinsuffizienz) ist mit dem Vollbad ein gewisses Risiko verbunden. Ebenso bei hochentzündlichen Prozessen im Körper ist Vorsicht geboten, da die Bädertherapie die Entzündung verstärken kann.
Balneotherapie ist in ihren gesundheitlichen Wirkungen relativ gut erforscht und konventionell-wissenschaftlich anerkannt.

Bei der richtigen Auswahl einer balneologischen Kur haben die Anwendungen nicht nur einen kurierenden Effekt. Körper und Seele werden gleichermaßen aufgebaut.

Anwendung

Ein Bad tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele wohl und muss nicht nur im Rahmen einer Kur heilsam wirken. Gönnen Sie sich doch öfter einmal eine "Kurzkur" in der eigenen Badewanne. Damit der Kreislauf wenig belastet wird, ist eine Badetemperatur von etwa 35° C geeignet und die Badedauer sollte etwa 20 Minuten betragen.

Je nach befinden können Sie das Badewasser mit den entsprechenden Essenzen versehen. Viel Spaß dabei.

Als Regel gilt: Je wärmer das Badewasser, desto kürzer die Badedauer. Nach dem Bade gönnen Sie sich für 20 bis 30 Minuten etwas Ruhe.

     

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